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Segeberg 380kV-Leitung: Doch eine andere Trasse?
Lokales Segeberg 380kV-Leitung: Doch eine andere Trasse?
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11:03 18.06.2019
Von Nicole Scholmann
Im Umspannwerk auf dem Rhen laufen verschiedene Stromleitungen zusammen. Quelle: Nicole Scholmann
Henstedt-Ulzburg/Kisdorf

Hoffnungsschimmer für die Gegner der umstrittenen 380-kV-Leitung quer durch Henstedt-Ulzburg und Kisdorf: Das Unternehmen Tennet als Planer der Ostküstenleitung muss die bei der Planfeststellungsbehörde eingereichten Unterlagen überarbeiten. Till Klages und Carsten Schmidt - beide von Tennet - stellten im Planungs- und Bauausschuss den aktuellen Stand vor und überraschten mit Neuigkeiten. Demnach sei das Rennen um die geeignete Trasse wieder offen.

Autobahntrasse kommt nun doch in Frage

Hatten die Planer stets betont, dass sie an der vorgesehenen Autobahn 20 zwischen Bad Segeberg und Bad Bramstedt ihre Leitung nicht legen könnten, da die Autobahn ja noch nicht existiere, machten sie nun die Rolle rückwärts. Auch dieser Korridor komme nun wieder in Frage und werde überprüft. Die aktuelle Rechtsprechung fordere, so die Tennet-Planer, eine tiefergehende Betrachtung des Wohnumfeldes, durch die die 380-kV-Leitung führen solle. "Ich kann ihnen nicht sagen, ob in einem Jahr noch die Leitung durch Henstedt-Ulzburg geplant wird", sagte Klages.

Antrag umfasst 30 Aktenordner

Das Planfeststellungsverfahren zur Ostkünstenleitung war wiederholt verschoben worden, vor kurzem nun kam die Nachricht, dass der 30 Aktenordner umfassende Antrag überarbeitet werden muss. Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg und viele Bürger des benachbarten Kisdorf wehren sich gegen die Leitung über ihre Köpfe hinweg und wollen im Fall der Fälle klagen. In der Kritik steht auch die Teilerdverkabelung, die als Pilotprojekt sowohl in Kisdorf als auch in Henstedt-Ulzburg umgesetzt werden soll. Das sei, so Tennet, zunächst nicht die Frage. Es gehe nun erstmal wieder darum, einen Korridor für die Leitung zu finden. Die Planung für das Erdkabel stehe zurzeit still.

Auch Schleswig-Holstein Netz AG betroffen

Auch die Schleswig-Holstein Netz AG ist mit ihren 110-kV-Leitung betroffen von den Tennet-Plänen. Sie hängt mit am Umspannwerk auf dem Rhen. Sollte Tennet bei der Trasse durch die Großgemeinde bleiben, werde das Umspannwerk in den Bereich Beckerhof verlegt. Dann müsste auch die SH Netz AG ihre Leitung dorthin verlegen - und damit möglicherweise quer über den von den Henstedt-Ulzburgern umsorgten Waldkindergarten.

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