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Segeberg Recyclinghof Norderstedt bleibt geöffnet
Lokales Segeberg Recyclinghof Norderstedt bleibt geöffnet
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16:30 20.12.2018
Der Recyclinghof in Norderstedt bleibt auch im neuen Jahr geöffnet. Quelle: Stephan Ures
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Norderstedt/Kreis Segeberg

Die Ankündigung der Schließung des Recyclinghofes in Norderstedt für Privat- und Gewerbekunden sorgte für große Aufregung. In sozialen Netzwerken verabredeten sich bereits die Norderstedter, noch kurz vor Jahresende ihre Wertstoffe ein letztes Mal auf dem Recyclinghof abzugeben. Die aufgeschreckte Politik beriet das Thema noch am Abend im städtischen Umweltausschuss und drängte darauf, die Kooperation mit dem WZV müsse verlängert werden.

Norderstedt hat Vertragsverlängerung unterschrieben

Am Donnerstagmorgen verkündete die WZV-Spitze dann schließlich die frohe Botschaft: "Seit 9.30 Uhr liegt die unterschriebene Fassung der Verlängerung des Vertrages vor", sagte die kommissarische Verbandsvorsteherin Beatrix Klüver in einem Pressegespräch bei dem eigentlich die Gründe für die bevorstehende Schließung erläutert werden sollten.

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Grund für den Aufruhr war die 2005 geschlossene und zum 31. Dezember 2018 regulär auslaufende Vereinbarung zwischen dem WZV und der Stadt Norderstedt über die gemeinsame Regelung bei der Entsorgung von Abfällen.

90 Prozent der Kunden sind aus Norderstedt

Bislang übernahm die Stadt Norderstedt 70 Prozent der Kosten, der WZV 30 Prozent der zuletzt 2,5 Millionen Euro. Dieses Verhältnis sei bei der Schließung des Vertrages auch richtig gewesen, so WZV-Justiziar Nis Nissen. Inzwischen aber habe sich die Kundenzahl auf dem Recyclinghof vervierfacht. 90 Prozent davon kommen aus der Stadt Norderstedt, die nicht Mitglied im WZV ist.

Die Stadt Norderstedt, so Nissen, habe in den seit Monaten andauernden Verhandlungen aber auf eine vorläufige Verlängerung nach bisheriger Abrechnung bestanden. "Das konnten wir nicht unterschreiben." Man habe der Stadt auch deutlich gemacht, was eine Beendigung der Kooperation zur Folge hätte: die Schließung des Recyclinghofes. Mehrere Fristen habe die Stadt Norderstedt verstreichen lassen, worauf man sich am Donnerstag gezwungen sah, die Schließung der Sortierschleife und der Schadstoffannahme in Norderstedt öffentlich zu verkünden.

Vereinbarung gilt zunächst ein Jahr

"Zähneknirschend" habe man die Vertragsverlängerung daraufhin unterschrieben, sagt Bernd-Olaf Struppek, Sprecher der Stadt Norderstedt. Man sei von der einseitigen Ankündigung des WZV überrascht worden. "Aus unserer Sicht standen wir noch in Verhandlungen."

Die Vereinbarung gilt zunächst ein Jahr. Damit wird der Recyclinghof in Norderstedt auf in 2019 für Privat- und Gewerbekunden geöffnet bleiben.

Von Nadine Materne

20.12.2018
Nicole Scholmann 20.12.2018
Einar Behn 19.12.2018