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Segeberg Endlich: Start für Kita-Anbau
Lokales Segeberg Endlich: Start für Kita-Anbau
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17:19 06.08.2019
Von Detlef Dreessen
Endlich: Nach drei Jahren kann der Anbau für die Kita in Rickling starten. Erster Spatenstich von stellvertretendem Kirchenvorstandsvorsitzenden Rainer Omernik (von links), Bürgermeister Keno Jantzen und Kindergartenleiterin Susanne Franzen sowie den Kindern der Löwenzahngruppe. Quelle: Dreessen, Detlef
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Rickling

Beim ersten Spatenstich griffen als erste die „Löwenzähne“ der Kita unter kirchlicher Trägerschaft zur Schaufel. Dann durften auch der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Rainer Omernik, Bürgermeister Keno Jantzen und Kindergartenleiterin Susanne Franzen zum offiziellen ersten Spatenstich für den Kindergartenanbau ausholen.

Seit neue Gesetze einen einklagbaren Rechtsanspruch auf einen Kindergartengartenplatz sicherstellten, hatte die Gemeindevertretung darum gerungen, welcher Weg der richtige sei, um Klagen zu vermeiden.

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Langwierige Diskussion in der Kommunalpolitik

Mehrere Standorte wurden geprüft, verschiedene Bauweisen ins Kalkül gezogen auf Drängen verschiedener Fraktionen in der abgelaufenen Wahlperiode. Große Diskussionen gab es ums Geld. Zeitweise wurde diskutiert Container anzumieten als Zwischenlösung - aus Kostengründen aber verworfen.

„Und dann ist uns auch noch die Wahl dazwischen gekommen“, erklärte Keno Jantzen die langwierige Entscheidungsfindung.

Als die Gemeinde wusste, was sie wollte, war jedoch noch immer nicht alles problemlos, berichtete Architektin Angela Schnack.

Zum einen musste erst einmal durch eine archäologische Voruntersuchung sichergestellt werden, dass im Erdreich kein Hünengrab aus der Steinzeit liegt.

Baugrenzen wurden ausgereizt

Zum zweiten musste mit der Kreisverwaltung gerungen werden, wie weit man an den benachbarten kleinen Wald heran bauen durfte.

Das neue Gebäude wird dem alten äußerlich weitgehend ähneln. Außer drei Gruppenräumen entstehen in dem eingeschossigen Haus Schlafräume, Sanitärräume, Büro, Küche, Abstell- und Personalräume.

„Mehr passt auf das Grundstück nicht drauf. Wir sind so dicht wie es geht an die Nachbargebäude heran gegangen,“ so die Architektin.

Viel zu baggern gab es, um den Höhenunterschied innerhalb der 400 Quadratmeter großen Fläche auszugleichen. Das bisherige Außengelände hinter dem Kindergarten wird etwa zur Hälfte bebaut.

Als Ersatz dafür hofft Susanne Franzen, neue Spielflächen vor dem bestehenden Gebäude anlegen zu können.

1,5 Millionen für drei neue Gruppenräume

Drei zusätzliche Gruppenräume werden geschaffen, in denen sich zukünftig 45 Kinder tummeln sollen. Bürgermeister Keno Jantzen zeigte sich zufrieden. „Ich hoffe, dass wir auf eine ganze Zeit den Bedarf decken können.“

Von den 1,47 Millionen Euro Erstellungskosten trägt die Gemeinde 780.000 Euro. 660.000 Euro gibt der Bund dazu, die Kirchengemeinde zahlt 80.000 Euro.

Rickling ist nicht die einzige Gemeinde im Kreis, die ihre Betreuungskapazitäten ausbaut. Bis 2021 will der Kreis 1000 neue Kita-Plätze schaffen.

Fertigstellung in einem Jahr

Nun rechnet die Architektin mit der Fertigstellung im kommenden Frühjahr. „Bis zum 1. August werden wir gut durchkommen“, vermutet Kindergartenleiterin Susanne Franzen.

Erst im Laufe des Jahres werde mehr Platzbedarf entstehen, auch wegen des Neubaugebiets zwischen Dorfstraße und Grünem Weg. Auch im Umland gebe es mehr Kinder als Betreuungsplätze.

Für die drei Erzieherstellen gebe es bereits Bewerber, freut sich die Leiterin. Es werden aber noch drei Sozialpädagogische Assistenten gesucht.

Michael Stamp 05.04.2019
Einar Behn 05.04.2019
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