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Segeberg Rohre sind frostfest
Lokales Segeberg Rohre sind frostfest
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19:44 08.02.2019
Von Detlef Dreessen
Die Rohre der Firma Rehau sind laut Fachleuten auch noch bei deutlichen Minustemperaturen gut zu verarbeiten. An ihnen liegt es nicht, dass es im Neubaugebiet in den vergangenen Wochen nicht voran ging. Quelle: Detlef Dreessen
Rickling

Etwas bedröppelt stand Ricklings Bürgermeister Keno Jantzen da, der unserer Zeitung gegenüber gesagt hatte, das Material werde bei Minusgraden spröde. „Es tut mir leid, dass da etwas in den falschen Hals gekommen ist“, sagte er. „Das ist mir so gesagt worden. Ich weiß leider nicht einmal mehr, wer das war. Es lag mir fern, die Baustoffe eines Unternehmens schlecht zu machen.“

Rohre und Schächte für tiefe Temperaturen geeignet

„Diese Rohre und Schächte sind für die Verlegung auch bei tiefen Temperaturen prädestiniert“, stellten  Martin Ewert und Guido Kania als Vertreter des Herstellers Rehau aus Erlangen in einem Schreiben an die Redaktion klar. Das wurde auch vom ausführenden Bauunternehmen Krebs Infrastruktur & Betonbau aus Neumünster bestätigt. Durch den „Eiskristall-Test“ sei das Material für eine Verlegung selbst bei tiefen Temperaturen von minus 10 Grad Celsius geprüft und zugelassen. Die gelieferten Rohre, Formteile und Schächte würden aus kältebeständigem Polypropylen (PP-B) hergestellt. Das Material werde daher weder spröde noch brüchig. Somit sei der Bericht unserer Zeitung vom 25. Januar nicht zutreffend.

In einem sind sich Ewert und Kania, Jantzen und Krebs-Geschäftsführer Matthias Neumann einig: Das Material von Rehau ist „zukunftsträchtig und besser als das alte“, wie es Jantzen formuliert.

Bei Minusgraden ist Verdichtung des Bodens schwierig

Neumann erklärte derweil den wahren Grund für die Pause. „Das Problem liegt darin, gefrorenen Boden zu verdichten.“ Bei Minustemperaturen gefriere der Aushub. Wenn der nach Verlegen der Rohre wieder in den Unterbau der Straßen eingebracht werde, gelinge es nicht, ihn mit dem Rüttler 100-prozentig zu verdichten. „Wenn der Boden taut, sackt die Erde nach.“ Diese Setzungen könnten dazu führen, dass sich im Pflaster Wellen bilden. Und das wolle das Unternehmen wegen seines Qualitätsanspruchs vermeiden. 

Die Mitarbeiter seien in dieser Woche „in Schlechtwetter“. Ab Montag aber sollen die Arbeiten wieder vorangehen. Wie lange könne Neumann aber nicht sagen – das hänge vom Temperaturverlauf der kommenden Wochen ab. Auf die Rohre aber lasse auch er nichts kommen. „Das ist ordentliches Material. Die Baustoffe, die wir verwenden, sind für die Zwecke absolut tauglich.“ 

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