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11:00 16.04.2016
Von Alexander Christ
1998 fing Rainer Korn diesen zur Trophäe präparierten Steinbeißer bei einer Hochseeangeltour auf dem Nordatlantik. Quelle: Alexander Christ
Rickling

Die Ozeane und Meere sind sein zweites Zuhause. Bis zu vier Monate im Jahr verbringt der 49-jährige verheiratete Vater von zwei Söhnen auf See. Höhepunkte seiner Reisen über die Weltmeere sind kräftezehrende Kämpfe mit Giganten der Meere: Thunfischen, Blauen Marlinen, Heilbutten, Roostern, Zackenbarschen und den blitzschnellen Fächerfischen. „Wenn der Fisch beißt, ist das Adrenalin pur“, sagt der Ricklinger.

 Seinen bislang größten Fang, einen rund 200 Kilogramm schweren Blauen Marlin, zog Korn 2008 vor der Küste Brasiliens aus dem Atlantik. Fast eine Stunde dauerte das Duell. „Der Blaue Marlin gehört zu den kampfkräftigsten Beutetieren von Hochseeanglern. Wer ihn einmal im Drill hatte, wird das sein Leben lang nicht vergessen. Ein großartiger Fisch“, schwärmt Korn.

 Unterstützt von der Crew markierte Korn seinen Fang mit einer sogenannten wissenschaftlichen Marke. Wird der Fisch jemals wieder gefangen und die Marke an Meeresforschungsinstitute gesendet, lassen sich neue Erkenntnisse über Lebensgewohnheiten von Hochseefischen gewinnen. Dann entließ er seinen ebenfalls völlig erschöpften, aber ansonsten unversehrten Kontrahenten wieder in dessen natürlichen Lebensraum.

 Korns bevorzugte Jagdreviere sind die Ostsee und die Küsten Nordnorwegens. Hier tummeln sich zahlreiche Heilbutte, von denen Korn schon etliche bis zu 50 Kilogramm schwere Exemplare am Haken hatte. „Am meisten reizt mich jedoch die Jagd auf Meerforellen, bei uns Anglern auch Fisch der 1000 Würfe genannt. Für jeden passionierten Meeresangler ist der Fang einer Meerforelle etwas ganz Besonderes, fast wie ein großer Gewinn im Lotto“, versichert der studierte Politikwissenschaftler.

 Entdeckt hat der Ricklinger seine Leidenschaft für Sportfischerei bereits als Kleinkind. „Mein Vater war bereits begeisterter Sportfischer und nahm mich auf seine Angelausflüge an Süßwasserseen mit. Mit 13 Jahren durfte ich das erste Mal mit zu einer Angeltour auf die Ostsee. Seitdem bin ich Hochseeangler“, so der gebürtige Hamburger. Seine Erfahrungen und Erlebnisse als passionierter Sportfischer hält Korn in Fotos und Aufzeichnungen fest. Seit 1999 erscheinen, meist im Zwei-Jahres-Rhythmus, neue Fachbücher auf dem Markt.

 Sein profundes Wissen über Hochseeangelsport gibt der Ricklinger auch andere Hochseeangler und solche, die es noch werden möchten, in regelmäßigen Angelreisen, meist an nordische Gewässer, weiter. Eines steht für den 49-Jährigen jedoch felsenfest. „Für mich sind die Meere und die darin lebenden Tiere das gelobte Land. Ein Leben ohne Hochseeangeln ist für mich unvorstellbar.“

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