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Segeberg Rund 1500 gingen auf die Straße
Lokales Segeberg Rund 1500 gingen auf die Straße
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16:54 09.11.2019
Von Thorsten Beck
Angeführt von Segeberger Politprominenz und mehreren Flüchtlingen, bewegte sich der Demonstrationszug zunächst in einem Bogen durch die Südstadt und dann zu seinem Endpunkt, dem Marktplatz. Quelle: Thorsten Beck
Bad Segeberg

Bereits am Vormittag waren die Uniformierten im Stadtgebiet allgegenwärtig. Zunächst sorgten die Einsatzkräfte dafür, dass die traditionelle Gedenkfeier der Stadt zum Jahrestag der Reichspogromnacht im Bürgersaal mit anschließender Kranzniederlegung auf dem Gelände der früheren Synagoge ungestört über die Bühne gehen konnte. Angehörige der rechten Szene zeigten sich den ganzen Nachmittag allenfalls vereinzelt und wurden von der Polizei rasch vertrieben.

Redner forderten Wachsamkeit

Gegen 13 Uhr hatte die Demonstration mit einer gut halbstündigen Kundgebung auf dem Platz vor der VR-Bank begonnen. Vertreter etlicher Gruppierungen erinnerten an die Anfänge des Nationalsozialismus' und forderten Wachsamkeit gegenüber rechten Bewegungen.

Dem Zug, der sich von der Fußgängerzone durch die Hamburger Straße, die Theodor-Storm-Straße, die Burgfeldstraße und die Bahnhofstraße wieder zurück zum Marktplatz bewegte, schlossen sich auch viele Kommunalpolitiker aus der Stadt und dem Kreis Segeberg sowie etliche Lehrkräfte der Bad Segeberger Schulen an. Auch aus Sülfeld, das aktuell ähnliche Probleme mit einer kleinen Gruppe von Neonazis hat, waren Einwohner nach Bad Segeberg gekommen.

Route deutlich verkürzt

Nach Rücksprache mit den Veranstaltern wurde die Route am Ende aber deutlich gekürzt. Der Schlenker über die Oldesloer Straße und die Lübecker Straße, am früheren linkslaternativen Jugendzentrum "HaK" vorbei, entfiel.

Sorgen hatten der Polizeiführung zunächst vor allem die Angehörigen der "Antifa" bereitet. Doch der kleine schwarze Block beließ es - zumindest bis in den frühen Abend hinein - bei den bekannten Parolen.

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