Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Wie wird die Innenstadt barrierefrei?
Lokales Segeberg Wie wird die Innenstadt barrierefrei?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 29.03.2019
Von Michael Stamp
Stephanie Eckert (27) testete, wie sie mit ihrem Elektrorollstuhl in die Bad Segeberger Geschäfte hineinkommt. Quelle: Michael Stamp
Bad Segeberg

Der Rundgang gehörte zum Programm „Wir machen die Innenstadt Bad Segeberg zukunftsfähig!“, das von der Stadt gemeinsam mit dem Netzwerk Inklusion 2.0 bis ins Jahr 2020 umgesetzt werden soll. Zuletzt hatte es im Herbst einen Workshop im Bürgersaal gegeben. Bei dieser Gelegenheit hatten die Teilnehmer verabredet, sich zu einer Begehung der Innenstadt zu treffen, um den Schwierigkeiten behinderter Menschen im Alltag auf die Spur zu kommen.

Stadtplanerin Ute Heldt Leal führte den Rundgang an

Diese Ankündigung wurde nun eingelöst. Unter Leitung von Stadtplanerin Ute Heldt Leal machten sich rund 35 Ehrenamtler auf den Weg durch die Stadt. Dazu zählten auch etliche Kommunalpolitiker – ebenso die städtische Behindertenbeauftragte Marianne Böttcher und Vertreter der Unternehmergemeinschaft Wir für Segeberg.

Begehung der Innenstadt fand in vier Gruppen statt

Vom Marktplatz aus schwärmten die Teilnehmer in vier Richtungen aus. Die Segeberger Zeitung begleitete die Gruppe mit Marianne Böttcher und Stephanie Eckert. Bereits nach wenigen Metern gab es von der Rollstuhlfahrerin für „Brot-Rock“ das erste Lob. „Diese Bäckerei ist für mich gut geeignet zum Einkaufen“, erklärte die 27-Jährige, die bei der Lebenshilfe an der Rezeption der Beratungsstelle „Mittendrin“ an der Kurhausstraße arbeitet. „Auch die Toiletten sind erreichbar.“

Alte Gebäude machen Barrierefreiheit schwer

Schwierig sah es für die junge Frau im Lokal Einstein und dem benachbarten Ludwig’s an der Kirchstraße aus. Gerade beim Ludwig’s-Gebäude, das aus dem Jahre 1824 stammt, zeigt sich ein Grundproblem in Bad Segeberg, wie Stadtplanerin Ute Heldt Leal sagt: „Wir haben hier eine historisch gewachsene Altstadt. Da muss man auch mal mit Kompromissen leben.“ Das sieht auch Behindertenbeauftragte Marianne Böttcher so. Viele Häuser seien zu schmal, als dass eine Rampe mit einer angemessenen flachen Neigung nicht angebaut werden kann.

Rampe vor dem Optikergeschäft ist geradezu ideal

Es gab aber auch positive Beispiele. Strahlend fuhr Stephanie Eckert die Rampe zum Optiker Volke & Samrei hoch – und rückwärts wieder herunter. Anerkennend reckte sie den Daumen nach oben. Gleich nebenan beim Kochlöffel war die Gruppe ob der einzelnen Stufe vor der Eingangstür zunächst kritisch; doch da wusste Stephanie Eckert es besser. „Die haben eine selbstgebaute Rampe. Man muss nur fragen. Wenn ich was will, klopfe ich immer. Das klappt meistens.“

Ergebnisse werden bei Workshop am 24. April im Rathaus präsentiert

Beim Abschlussgespräch im WortOrt zogen die Gruppen ein erster Fazit. Dazu zählt, dass bei Geschäften, die Stufen vor der Tür haben, zumindest eine deutlich ausgeschilderte Klingel für Rollstuhlfahrer wünschenswert wäre. Und dass die Gänge nicht mit Waren zugestellt werden. All das soll aber auch am Mittwoch, 24. April, bei einem weiteren Workshop im Rathaus besprochen werden. Beginn ist um 19 Uhr im Bürgersaal.

Segeberg Earth Hour Bad Bramstedt - Licht aus für das Klima

Das Schloss, die Rolandstatur und die Maria-Magdalenen-Kirche sind die drei wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bad Bramstedt. Deshalb werden sie nachts auch beleuchtet. Am Sonnabend allerdings gehen die Lichter in und um diese drei Sehenswürdigkeiten für eine Stunde, von 20.30 bis 21.30 Uhr, aus.

Sylvana Lublow 28.03.2019

Seit einiger Zeit komme es zur Verwüstung einer öffentlichen Toilette in der Nähe der Burger-King-Filiale. Darüber informierte Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause die Stadtvertreter in der vergangenen Sitzung. Die Stadt stellt nun Strafanzeige gegen unbekannt - und verkürzt die Öffnungszeiten.

Gunnar Müller 28.03.2019

In den vergangenen Jahren krachte es immer wieder auf der Norderstraße im Bereich der Kaltenkirchener Holstentherme – auch mit tödlichem Ausgang. Mit einer umfassendenen Umgestaltung möchte die Stadt Kaltenkirchen Unfällen entgegenwirken, wie Bürgermeister Hanno Krause (CDU) nun vorstellte.

Gunnar Müller 28.03.2019