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Segeberg Entwurf für Ihlwald-Kapelle liegt vor
Lokales Segeberg Entwurf für Ihlwald-Kapelle liegt vor
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13:58 24.01.2019
Von Michael Stamp
So soll die Ihlwald-Kapelle nach der Sanierung der beiden Glasfronten aussehen: Statt gleich großer Fenster wird es Elemente in unterschiedlicher Größe geben. Quelle: Achim Kölbel
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Bad Segeberg

Die ohnehin markanten Fensterfronten der Kapelle sollen deutlich aufgelockert werden. „Das macht das Ganze im Innenraum etwas lebendiger“, erläuterte Ute Heldt Leal den Kommunalpolitikern und zeigte entsprechende Fotos und Computergrafiken. Auf zustimmende Reaktionen der Kommunalpolitiker antwortete die Stadtplanerin: „Wir sind auch begeistert.“ Zwischenzeitlich sei auch die Erlaubnis des Kaltenkirchener Architekten Werner Feldsien eingegangen, der die Kapelle einst entworfen hatte. Er ist mit der Veränderung einverstanden. 

Erbauer der Kapelle ist mit Veränderung einverstanden

Auf die besorgte Nachfrage aus dem Ausschuss, ob denn auch einige der Fenster zum Lüften geöffnet werden können, entgegnete die Bauamtsleiterin, dies sei wohl angedacht. Sie fragt bei Kölbel nach. In den kommenden Monaten wird die Planung weiter vorangetrieben. Ute Heldt Leal: „Ich gehe davon aus, dass die Sanierung im Spätsommer erfolgen kann.“

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Mit den Arbeit wird eine vermeintlich „unendliche Geschichte“ zu Ende gehen, wie Bauausschussvorsitzender Wolfgang Tödt (BBS) einmal sagte. Jahrelang war darüber diskutiert worden, ob das nicht mehr taufrische Gebäude abgerissen und durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt oder doch lieber saniert werden soll. Vor über 50 Jahren war mit der Kapelle ein außergewöhnliches Bauwerk geschaffen worden. Inzwischen pfiff aber der Wind durch alle Ritzen, und bei Regen drang das Wasser ins Gebäude ein. Die Holzfenster haben zudem nach fünf Jahrzehnten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Architekt Kölbel stellte bei Begehungen diverse Mängel fest. 

Sanierung soll über drei Jahre schrittweise erfolgen

Die Kapelle Gebäude wird in unregelmäßigen Abständen für Trauerfeiern genutzt. Die Sanierung soll nach Kölbels Schätzung zwischen 320 000 und 350 000 Euro kosten und in den Jahren 2019 bis 2021 schrittweise vollzogen werden. Einzig der Glockenturm der Kapelle ist bereits in Ordnung gebracht worden, weil hier Gefahr im Verzug gewesen ist. Ein Neubau war bereits 2015 auf knapp 666 000 Euro geschätzt worden. Obwohl die Umlandgemeinden, die die Kapelle mit nutzen, nur bei einem Neubau zur Kostenbeteiligung verpflichtet wären, haben einige schon zugesagt, auch bei einer Sanierung etwas dazu zu bezahlen. 

Christopher Hahn 24.01.2019
24.01.2019
Michael Stamp 23.01.2019