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Segeberg Schlacht von Suentana wird nachgestellt
Lokales Segeberg Schlacht von Suentana wird nachgestellt
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19:09 03.05.2019
Von Detlef Dreessen
Zum fünften Mal werden hunderte Darsteller die Schlacht bei Suentana von 798 im Erlebniswald Trappenkamp nachspielen. Quelle: Detlef Dreessen
Daldorf

Zum fünften Mal wollen mehrere Hundert ehrenamtliche Darsteller die historische „Schlacht bei Suentana“ im Erlebnuiswald Trappenkamp in Daldorf darstellen. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre rechnet Erlebniswaldleiter Stephan Mense mit 10 000 Besuchern, die sich das Spektkel ansehen wollen.

Hier gehts zur Bilderstrecke einer Sventana-Schlacht.

Auch stumpfe Waffen sind gefährlich - das ganze Jahr wird trainiert

Bogenschützen, Speer- und Schwertkämpfer werden wieder nach genau abgesprochener Choreografie aufeinander treffen. „Wir trainieren und organisieren das ganze Jahr hindurch“, berichtete am gestrigen Freitag Gerald Bunz. Schließlich sei der Umgang auch mit stumpfen Waffen nicht gefahrlos.

Auch der Erlebniswald hat aufgerüstet. Die Falknerei beteiligt sich, die seinerzeit half, Brieftauben abzufangen. Auch die Lautsprecheranlage sei weitaus besser als in den Vorjahren, verspricht Mense. So soll Gerald Bunz als Einhard, Berater des Königs, bei der Erklärung des Geschehens auch für die entfernt stehenden Zuschauer besser zu verstehen sein.

Informationen und Erklärungen sind wichtig, damit die Darstellung nicht falsch verstanden wird, weiß Stephan Mense. Er sei von einigen Besuchern angesprochen worden, ob das martialische Geschehen noch in unsere Zeit passt, in der um Frieden gerungen wird.

Mit gewaltfreier Kommunikation, wie sie in der Pädagogik gelernt wird, habe die damalige blutige Auseinandersetzung ja wirklich nichts zu tun, gibt Mense zu. Aber es solle mit allen Sinnen und mit Emotionen vermittelt werden, wie seinerzeit politische Grenzen verschoben und die weitere Geschichte des Landes beeinflusst wurden.

Ein Stück Geschichte vermitteln - möglichst authentisch

„Es geht darum, den Leuten die Geschichte Schleswig-Holsteins näher zu bringen“, bestätigt Gerald Bunz vom Organisationsteam. Dazu werde auch bei den Äußerlichkeiten darauf Wert gelegt, dass vom Helm bis zum Schuh alles originalgetreu aussieht.

Dazu gehört auch die Verwendung realistischer Materialien. Diese Authentizität werde allen Mitwirkenden auferlegt. In einem „Kit-Guide“ sind Bekleidung und Ausrüstung von Sachsen und Slawen aus der damaligen Zeit für die Darsteller aufbereitet.

Außerdem gibt es ein Programmheft mit einigen historischen Hintergründen zur Schlacht, deren Austragungsort bis heute nicht genau geklärt werden konnte.

Großer Mittelaltermarkt

Wer es unblutig liebt, kann an beiden Tagen auch das friedliche Treiben im Heerlager besuchen. Dort erwartet die Besucher der laut Mense „größte mittelalterliche Handwerkermarkt des Nordens“ mit mehr als 80 Ständen.

Dort wird gezeigt, wie die Menschen des 8. Jahrhunderts Essen zubereiteten, Werkzeuge herstellten und Kleidung anfertigten. Eine Rallye führt die Kinder zu vielen der Stände. Wer einige Fragen richtig beantwortet, bekommt hinterher ein Glasperlenband und mit etwas Glück ein Foto mit den Hauptdarstellern.

Auch die Verpflegung der Zuschauer ist historisch. So werden neben „Porse-Bier“, das mit dem Porse-Strauch gebraut wird, auch Holzofenbrot und Grillspezialitäten vom offenen Feuer gereicht.

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