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Segeberg Strafzahlungen nach Schlachthofskandal
Lokales Segeberg Strafzahlungen nach Schlachthofskandal
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12:09 04.05.2019
Von Einar Behn
Mit 250 Einsatzkräften waren Polizei und Zoll im Februar 2019 angerückt. Der Vion-Schlachthof blieb danach mehrere Wochen stillgelegt. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Vorgeworfen werden den Tierärzten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Wie Oberstaatsanwalt Henning Hardeler erklärte, sei in dem noch offen Verfahren dem Veterinär ebenfalls die Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldbuße angeboten worden. Bisher gebe es aber noch keine Antwort darauf. Hardeler rechnet damit innerhalb der nächsten 14 Tage. 

Sollte der Veterinär nicht einwilligen, wird wahrscheinlich vor dem Amtsgericht Anklage erhoben und ein Verfahren eröffnet.

Katastrophale Zustände auf dem Schlachthof

2014 waren katastrophale Zustände auf dem Bad Bramstedter Schlachthof bekannt geworden. Am 25. Februar waren Staatsanwaltschaft, Zoll und Polizei mit 250 Einsatzkräften auf dem Vion-Schlachthof erschienen und durchsuchten Büros und Schlachtanlagen. Der Verdacht: massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und Missachtung von Hygienebestimmungen. Vor allem die Bolzenschussanlage arbeitete nicht ordnungsgemäß, so dass Rindern vermutlich bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wurde.

Der damalige schleswig-holsteinische Umwelt- und Landwirtschaftsminister, Robert Habeck (Grüne), legte den Schlachthof daraufhin wochenlang still. 

Vion musste im vergangenen Jahr eine sogenannte Unternehmensgeldbuße von 160.000 Euro bezahlen. Das hatte das Amtsgericht Kiel beschlossen. „Das Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und das Lebensmittel- und Verbraucherschutzrecht ist damit abgeschlossen“, erklärte Oberstaatsanwalt Hardeler

Kreisveterinäramt betrieb Außenstelle

Das Kreisveterinäramt betrieb auch schon damals eine Außenstelle auf dem Vion-Schlachthofgelände, in der die beiden Veterinäre beschäftigt waren. Sie waren unter anderem für die Kontrolle der Schlachtungen zuständig und damit auch für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Bolzenschussanlage. Wegen der Missstände war damals die Kreisverwaltung unter Leitung von Landrätin Jutta Hartwieg in die Kritik geraten. Politik und Medien warfen ihr zu große Nähe zum Fleischkonzern vor. 

Um die Betriebserlaubnis wieder zu erlangen, musste Vion eine Reihe von Auflagen erfüllen. Der Schlachthof musste saniert werden, das Bolzenschussgerät wurde durch ein modernes ersetzt. Außerdem wurde die Überwachung des Schlacht- und Verarbeitungsprozesses neu organisiert. 

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