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Segeberg Bewahrer alter Traditionen
Lokales Segeberg Bewahrer alter Traditionen
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20:38 20.08.2018
Von Gudrun Ehlers
Einer der ersten selbstfahrenden Dreschmaschinen: Ein Claas Columbus, angetrieben mit einem VW-Käfer-Motor. Quelle: gudrun ehlers
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Sülfeld

Hier baut der Verein verschiedenen Getreide und auch Kartoffeln an. Extra dafür schickte der Himmel am Wochenende wohl bestes Dreschwetter: Es war trocken und sonnig. Zahlreiche Besucher aller Altersgruppen bestaunten die alten Gerätschaften und die Art, wie sie früher in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. „Wir sehen uns ein bisschen als Bewahrer der Tradition. Wir möchten den Besuchern zeigen, dass das Leben in der Landwirtschaft damals nicht so einfach war, wie es heute oftmals ist”, sagte Helmut Steenbock, der erste Vorsitzende des Vereins.

Vollklimatisierte Kabinen gab es damals nicht

Selbstbinder, Strohpresse, Reuterheber – wer nicht gerade seine Kindheit in den 1960er oder 70er-Jahren in der Landwirtschaft zugebracht hatte, wusste mit einigen der Maschinen auf den ersten Blick gar nichts anzufangen. „Der Holzspalter von damals ist etwas für Lebensmüde”, meinte Kai-Uwe Krüger aus Sülfeld. „Der hörte nicht wieder von alleine auf, da musste man höllisch aufpassen und genau den richtigen Moment abpassen, um den Holzklotz reinzulegen.”

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Dieter Harm führte mit seinem Claas Columbus, einem der ersten selbstfahrenden Dreschmaschinen (Baujahr 1961 mit 44 PS), betrieben mit einem original VW-Käfer-Motor, vor, wie damals die Felder abgeerntet wurden. Im Vergleich zu heute eine sehr staubige und schweißtreibende Angelegenheit. „Vollklimatisierte Kabinen wie heute gab es damals nicht, das Schnittwerk wurde mittels Hebeln bedient”, erzählte Ernst-Günter Wilke den Zuschauern.

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