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Segeberg WZV startet Mülltonnen-Kontrolle
Lokales Segeberg WZV startet Mülltonnen-Kontrolle
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14:00 10.07.2019
Von Gerrit Sponholz
WZV-Mitarbeiter Jürgen Haldau (links) und Eduard Hein kontrollieren bei jeder Tonne, ob sie gechippt und noch ungeleert ist. Dies zeigt das Identsystem an der Schütte (über der Tastatur) an. Ist alles okay, springt die Anzeige auf grün und startet die Schüttautomatik mit der Entleerung. Quelle: Gerrit Sponholz
Bad Segeberg

Bei den ersten Runden im Juli in Ellerau zeigte sich: Rund fünf Prozent waren Schwarztonnen.

Über diese hat sich der WZV schon lange geärgert. Mal stand eine zweite Tonne vor einem Haus, obwohl die Familie beim WZV nur eine angemeldet hatte. Die Müllwerker konnten dies auf ihren Touren nicht wissen und entleerten die Zweittonne ebenfalls. Das kostete Zeit und Geld.

Ellerau: Zweittonne nie bezahlt

Andere Kunden hatten eine große Tonne an den Straßenrand gestellt, obwohl nur eine kleine registriert ist. Oder Trickser füllten ihre Tonne nach dem ersten Entleeren ein zweites Mal und stellten sie dann in der Seitenstraße ab. 

„Manchmal gibt es auch Bürger, die behaupten, die Tonne sei vom WZV doch noch gar nicht geleert worden“, sagt WZV-Mitarbeiter Jörg Sievers, auf einer Tour in Ellerau. „Die Leute lassen sich viel einfallen“, sagt er unter Kopfnicken seiner Kollegen Jürgen Haldau und Eduard Hein.

In Ellerau werden derzeit nur noch gechippte Mülltonnen entleert.

In Ulzburg hatten sie mal einen Kunden erwischt, der seine Hausnummer groß auf die Mülltonne geschrieben hatte. Er stellte das Gefäß vor seinem Haus ab und ließ es entleeren, füllte es heimlich ein zweites Mal, und platzierte es später eine Straße weiter rund 50 Meter entfernt, wo der WZV-Wagen erst am nächsten Tag vorbeikommt. Dem WZV-Trio fiel der Trick aber auf. „Die Tonne kennen wir doch von gestern?“, hatten sie gestutzt. 

Tonnen mit Chips versehen

Auf drei bis sieben Prozent hatte WZV-Abfallleiterin Dr. Julia Hobohm vor einem halben Jahr den unbezahlten Mehraufwand geschätzt. Kosten, die die ehrlichen Gebührenzahler mittragen mussten. Mit dem neuen Chip dagegen können die WZV-Fahrzeuge bei jeder Tonne vor dem Schüttvorgang am Lkw erfassen, ob und wann die Tonne schon geleert worden ist.

Hierfür hatte der WZV in den vergangenen Wochen rund 4900 Tonnen in Ellerau mit Chips versehen lassen. Bereits beim Chippen seien schon einige „interessante Behälterkombinationen“ aufgefallen, so WZV-Justiziar Nis Nissen. Auch hätten einige Kunden kurzfristig ihre Tonnenkombination angepasst. 

Lesen Sie auch einen Kommentar von Gerrit Sponholz zu den Schwarztonnen

Ab Anfang Juli sind die Chips in Ellerau scharfgestellt. Ein Identsystem an der Lkw-Schütte erkennt, ob die Tonnen gechippt sind und schon mal am Tag entleert worden waren. Das Prinzip: Falls alles in Ordnung ist, leuchtet es grün, falls nicht, stoppt der Tonnenhub auf halber Strecke vor dem Entleeren, und stellt die Tonne wieder am Erdboden ab. Geleert wird sie nicht. 

Ausweitung vielleicht auf Kreisgebiet (ohne Norderstedt)

Wenn der WZV die Ergebnisse aus Ellerau ausgewertet hat, wird entschieden, ob der Verband das Chipping ab 2020 auf alle 180000 Tonnen in seinem Verbreitungsgebiet (Kreis Segeberg ohne Norderstedt) ausdehnt. Die Kosten für das Chippen, das Identsystem an den Fahrzeugen und die Datenverarbeitung von insgesamt 760000 Euro hofft der WZV schon nach einem Jahr wieder gedeckt zu haben. Es müssen künftig ja weniger Tonnen entleert werden.

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