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Segeberg Glasfaser revolutioniert Dörferleben
Lokales Segeberg Glasfaser revolutioniert Dörferleben
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21:08 25.08.2017
Von Gerrit Sponholz
Die Bauarbeiten sind beendet. Im August werden in zwei Schritten die neuen Glasfaserleitungen in Pronstorf und Umgebung freigeschaltet. Darüber freuen sich Bürgermeisterin Bettina Albert (von links), Simone Herrmann von den Stadtwerken Neumünster, Jens und Meike Kretschmer vom Wege-Zweckverband sowie Gutsherr Hans-Caspar Graf zu Rantzau. Quelle: Gerrit Sponholz
Pronstorf

Für Betriebe in Pronstorf wie das Gut ist damit ein Fortschritt verbunden. Beherbergte Touristen können surfen, der landwirtschaftliche Betrieb wird effizienter.

„Jetzt können wir per Datenleitung die Kühlung im Getreidesilo überwachen“, freute sich Gutsherr Hans-Caspar Graf zu Rantzau. Bislang musste Personal vorort kontrollieren. Bürgermeisterin Bettina Albert ergänzte, Milchlandwirte steuern Melkroboter nun per Fernleitung, Ackerbauern übermitteln Fotos an Behörden, Lüftungen in Schweineställen seien ohne Personalaufwand regulierbar.

Bislang mit Satellitenempfang beholfen

Auch Albert sehnte als Unternehmensberaterin den Tag herbei, ab dem sie nicht mehr mit der Satellitenschüssel für die Internet-Funkverbindung hantieren muss. Denn große Firmenpräsentationen zu verschicken oder zu erhalten, war bislang mit viel Geduld verbunden. Die bisherigen Kabelleitungen lieferten nur ein langsames Tempo von bis zu 5 Mbit pro Sekunde.

Bislang 27 ländliche Gemeinden mit 65 Ortsteilen haben WZV und Kooperationspartner Stadtwerke Neumünster (SWN) mit Leitungen versorgt. Das Glasfasernetz könnte auf Dörfern vielfältig genutzt werden, in das die SWN Internet, Telefonie und Fernsehen einspeisen. Eine „Gemeindeschwester Digital“ etwa kann mit Kranken per Videotelefonie „Skype“ Kontakt halten, war in einem WZV-Workshop im April unter dem Titel „Unser Netz.Nutzen“ vorgeschlagen worden. Arbeitnehmer gehen vom PC zu Hause ihrem Job nach. Das Dorfhaus ist als Unternehmensstandort denkbar. Carsharing kann vereinfacht werden. All die Ideen übermittelte der WZV als Projektskizze dem Bund, um sich für ein Förderprogramm zu bewerben. Bis zu 200000 Euro könnten in einem ersten Schritt fließen.

Spitze in Deutschland

Segeberg biete beste Voraussetzungen, schwärmte WZV-Chef Jens Kretschmer. „Das kommunale Glasfasernetz im Nordostkreis bietet einen technologischen Vorsprung, der in Deutschland seinesgleichen sucht.“

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