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Segeberg 1000 Impfpässe in Bad Segeberg überprüft
Lokales Segeberg 1000 Impfpässe in Bad Segeberg überprüft
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17:29 03.04.2019
Von Michael Stamp
Wegen des Ausbruchs von Masern wurden an der Dahlmannschule und an der Theodor-Storm-Schule die Impfpässe kontrolliert. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

Bei zwei Geschwistern, die die Dahlmannschule und die Theodor-Storm-Schule besuchen, waren in der Vorwoche Masern diagnostiziert worden. Daraufhin schickte das Gymnasium seine Schüler vorzeitig nach Hause, die Grundschule brachte den Unterricht wegen der verzögert aufgetretenen Infektion bei dem jüngeren Kind planmäßig zu Ende. 

Etwa 1000 Impfpässe wurden überprüft

Anfang dieser Woche fanden an beiden Schulen strikte Zugangskontrollen statt. „Wer keine Impfung oder Antikörper im Blut nachweisen konnte, durfte die Gemeinschaftseinrichtungen nicht betreten“, schildert Kreissprecherin Sabrina Müller. Nun hat das Gesundheitsamt ein Fazit gezogen. „Insgesamt wurden rund 1000 Impfpässe kontrolliert.“ 

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An der Dahlmannschule zeigten 756 Lehrer, Schüler, Hausmeister und Sekretärinnen ihre Impfdokumente erfolgreich vor. Wie Sabrina Müller ausführt, durften 28 Ankömmlinge nicht in das Gebäude. Das entspricht einer Quote von 3,6 Prozent. 

Besonders ärgerlich war die Situation für drei Dahlmannschüler des 12. Jahrgangs, die ihre Abiturprüfungen nicht schreiben durften. Sie werden dies im Mai beim offiziellen Nachschreibetermin tun – so wie sonst bei Erkrankungen üblich.

Fast jeder Zehnte durfte nicht in die Theodor-Storm-Schule

An der Grundschule auf der anderen Seite der B206 war der Prozentsatz der Abgewiesenen deutlich höher, wie Sabrina Müller schildert. „Die Theodor-Storm-Schule war am letzten Kontrolltag vor den Ferien von 25 Betretungsverboten bei 260 Gesamtkontrollen betroffen. Das sind 9,6 Prozent.“

Lobende Worte findet Dr. Boris Friege, Leiter des Fachdienstes Gesundheit beim Kreis Segeberg. „Die Zusammenarbeit mit den Schulen war vorbildlich, kooperativ und unterstützend.“ Um den Ablauf geringstmöglich zu stören, sei eng mit den Schulleitungen zusammengearbeitet worden. Das Gesundheitsamt hält es jedoch für möglich, dass es zu weiteren Erkrankungen kommt – und rät daher zur Impfung.

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