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Segeberg Land will Fledermausrouten schützen
Lokales Segeberg Land will Fledermausrouten schützen
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11:07 13.11.2019
Von Gerrit Sponholz
Die Kalkberghöhle in Bad Segeberg nutzen zehntausende Fledermäuse als Quartier.  Quelle: Karl Kugelschafter
Kreis Segeberg

In einem Brief an Segebergs Landrat Jan Peter Schröder erklärte er sich dazu bereit. Der Kreistag hatte darum gebeten. Denn laut Gesetz wäre es die Aufgabe der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises gewesen, den Anfang 2019 erstellten Managementplan für das FFH-Schutzgebiet DE 2027-301 „Segeberger Kalkberghöhlen“ umzusetzen.

Pikant: Planung der A20 könnte berührt sein

Pikante Note: Gleichzeitig planen Kabinettskollege Landesverkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Bau einer A20 südlich von Bad Segeberg. Die Trasse der Südumgehung würde die Flugrouten der Fledermäuse kreuzen.

Schon das Bundesverwaltungsgericht hatte 2013 in einem Urteil zum Baustopp verlangt, dass die Autobahnplaner die Fledermäuse besser schützen. Noch arbeiten die Autobahnplaner daran und hoffen, sich mit den klagenden Naturschutzverbänden BUND und Nabu zu verständigen, etwa durch den zusätzlichen Bau von Brücken über die Autobahn für Fledermäuse

Europaweit bedeutendes Winterquartier

In Albrechts Augen drängt die Zeit. Der Kalkberg sei immerhin ein „europaweit bedeutendes Überwinterungsquartier für Fledermäuse.“ Das FFH-Gebiet Kalkberghöhlen habe herausragende und überregionale Bedeutung für die Populationen verschiedener Fledermausarten. Gleichzeitig gebe es eine „bauliche Entwicklung Bad Segebergs und der Umlandgemeinden sowie weitere geplante Infrastrukturvorhaben. Sie stellen ohne Zweifel eine große Herausforderung“ für den Schutz von Flugrouten der Fledermäuse dar. 

Mit Infrastrukturvorhaben dürfte die laufende A20-Planung gemeint sein, ohne dass Albrecht sie nennt. 

Nach Managementplan folgt jetzt Schutzkonzept

Der Managementplan für die Kalkberghöhlen hatte festgelegt, was zu tun ist: Die Flugrouten der Fledermäuse erfassen und die Flugschneisen sichern. Die Daten sollen Grundlage auch für Stadtentwicklungs- und Infrastrukturplanungen sein. Es soll also im Grundsatz geprüft werden, ob sich Erhaltungsziele des Schutzgebiets Kalkberghöhlen und Ausbaupläne vertragen.

„Darüber hinaus soll es konkrete Hinweise für Maßnahmen zum Fledermausschutz geben“, kündigte Albrecht in seinem Brief an Landrat Jan Peter Schröder an. 

Land baut keine Naturschutzstation

Nicht gefolgt ist Albrecht der zweiten Bitte des Kreises, in Bad Segeberg auch eine Integrierte Naturschutzstation des Landes einzurichten. „Dafür stehen keine ausreichenden Haushalts- und Personalmittel zur Verfügung.“ 

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