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Segeberg Coronagefahr: Patienten dürfen nicht besucht werden
Lokales Segeberg Coronagefahr: Patienten dürfen nicht besucht werden
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13:35 12.03.2020
Von Christian Detlof
Die Segeberger Kliniken schränken ab 13. März den Besuch von Patienten rigoros ein. Quelle: Nadine Materne
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Bad Segeberg

Nach Absprache mit der Geschäftsführung, so der Sprecher der Segeberger Kliniken, habe das interdisziplinäre Krisenteam der Klinik beschlossen, die Besuchszeiten rigoros einzuschränken. „Ab Freitag, den 13. März, ist der Besuch von Patienten in den Kliniken untersagt."

Ausnahmen von dieser Maßnahme müssten von Fall zu Fall entschieden werden. „Wer trotzdem einen Besuch in der Klinik unternimmt, muss sich an der Rezeption der jeweiligen Klinik melden. Von dort wird auf der jeweiligen Station angerufen und entschieden, ob der Besuch vertretbar ist“, so Robert Quentin weiter.

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Hoffen auf Verständnis für rigorose Maßnahme

Bisher wird in den Kliniken auf mehreren Infoplakaten darauf hingewiesen, dass Personen, die Regionen besucht haben, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Coronavirus-Krisengebiete ausgewiesen wurden, die Kliniken nicht betreten dürfen.

„Das Coronavirus ist gefährlich, weil es sich exponentiell verbreitet, also sich ständig selbst beschleunigt und zu einer Verdoppelung der Fallzahlen führt. Diese Tatsache erfordert ein klares und effektives Vorgehen“, erläutert Robert Quentin. „Wir haben dabei das Wohlsein unserer Patienten und Mitarbeiter im Blick und hoffen, dass die Menschen, die von der Maßnahme betroffen sind, dafür Verständnis zeigen.“

Segeberger Kliniken müssen auch ihre Ressourcen schonen

Nach bisherigen Angaben verlaufe die Krankheit bei der Mehrzahl der Infizierten harmlos. Allerdings zeige jeder fünfte Erkrankte einen schweren Verlauf, der eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich mache, häufig auch mit intensivmedizinischen Maßnahmen, heißt es in der Mitteilung der Segeberger Kliniken.

„Wir sind als Klinik auf vieles vorbereitet und nehmen jeden Tag im interdisziplinären Krisenteam eine Überprüfung der bestehenden Maßnahmen vor. Dabei besteht enger Kontakt zu den Experten des RKI. Wir wollen als Klinik mit diesem Vorgehen dazu beitragen, dass sich die Ausbreitung verlangsamt, damit die Ressourcen unseres Hauses lange Zeit ausreichen.“

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