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Segeberg Segelboot gekentert: Insassen gerettet
Lokales Segeberg Segelboot gekentert: Insassen gerettet
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15:06 28.07.2019
Von Thorsten Beck
Auf dem Wittenborner See, rund 200 Meter vom Jugendzeltplatz entfernt, kenterte am späten Freitagnachmittag ein Segelboot. Quelle: Feuerwehr
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Wittenborn

Als erstes alarmiert wurde gegen 17.10 Uhr die Wittenborner Feuerwehr, da beim Notruf als Ort des Geschehens der dortige Zeltplatz angegeben worden war. An dem rund 200 Meter vom Ufer entfernt kieloben liegenden Boot seien mehrere Personen zu erkennen, erfuhren die Helfer schon beim Eintreffen am Gerätehaus. Ob irgend jemand vermisst wird, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. 

Wittenborner See: Drei Feuerwehren beteiligt

Nahezu gleichzeitig mit den Wittenbornern wurden die für solche Einsätze mit einem kleinen Schlauchboot ausgestattete Freiwillige Feuerwehr Wahlstedt sowie der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen und einer Notärztin und die Polizei alarmiert.

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Nur wenig später beorderte die Leitstelle angesichts der unklaren Situation auch noch die Barker Wehr mit einem weiteren Boot an die Unglücksstelle. Aus der Ferne waren zu diesem Zeitpunkt drei Menschen auszumachen, die sich offenkundig am Rumpf festhielten.

Boot vom Zeltplatz geliehen

Da die Wittenborner Feuerwehr über kein eigenes Boot für solche Einsätze verfügt, borgte sie sich kurzerhand ein Ruderboot auf dem Jugendzeltplatz, der vom Verein für Jugend und Kulturarbeit des Kreises Segeberg betrieben wird.

Auf dem Jugendzeltplatz halten sich aktuell viele Kinder und Jugendliche in den Ferien aufhalten. Das Areal direkt am Wasser diente allen anfahrenden Einsatzkräften nach Angaben der Feuerwehr auch als zentraler Sammelpunkt. 

Mast komplett unter Wasser

„Zwei Feuerwehrkameraden ruderten zum Segelboot, um eine genaue Lage zu bekommen und um gegebenenfalls Personen zu retten“, hieß es im Einsatzbericht der Wittenborner Wehr. Die schon kurz danach eintreffende Feuerwehr Wahlstedt brachte sofort ihr Schlauchboot ohne Außenbordmotor zu Wasser und schickte zur Unterstützung ebenfalls zwei Helfer mit Muskelkraft zum Segelboot, dessen Mast sich komplett unter der Wasseroberfläche befand. 

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Vom See aus gab es dann rasch Entwarnung: Es werde niemand vermisst und es sei auch niemand verletzt. Der verunglückte Segler und zwei zivile Helfer wurden daraufhin mit den Booten zurück an Land gebracht und vom Rettungsdienst untersucht. „Alle bedurften keiner weiteren Behandlung.“

Wittenborner See: Unglücksursache unklar

Die zwischenzeitlich eingetroffene Feuerwehr Bark ließ ebenfalls umgehend ihr Boot zu Wasser und übernahm die Bergung des Segelbootes, das aufgrund der unglücklichen Windverhältnisse selbständig abgetrieben war. Es wurde anschließend dem Eigner wieder übergeben. Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, war nicht zu erfahren. Vermutlich war der kräftige Wind beteiligt. 

Der gesamte Einsatz war nach gut eineinhalb Stunden beendet. Der inzwischen auf ein rundes Dutzend angewachsene Fuhrpark an Rettungsfahrzeugen rückte nach und nach wieder ab.

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