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Segeberg Senioren fühlen Politikern auf den Zahn
Lokales Segeberg Senioren fühlen Politikern auf den Zahn
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05:50 13.04.2013
Von Bernhard M. Domberg
Hartmut Papke (Mitte) vom Vorstand des Seniorenbeirats wird die Fraktionsvorsitzenden (von links) Joachim Behm (FDP), Werner Weiß (CDU), den stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Jan-Uwe Schadendorf (in Vertretung für Bodo Clausen) und Fritz Bredfel Quelle: Bernhard-M. Domberg
Bad Bramstedt

Das Motto der Gesprächsrunde lautet: „Wie sieht Bad Bramstedt im Jahr 2018 aus?“ Das langjährige Seniorenbeiratsmitglied Papke schließt nicht aus, dass die schwache Wahlbeteiligung auch etwas mit der Qualität von Politik und Verwaltung in der Kurstadt zu tun hat: „Da streitet man sich um die Zuständigkeiten für einen Baum, Steuergelder werden durch spekulative Geldanlagen verschleudert, Kinderhorte werden nicht rechtzeitig geplant. Die Innenstadtgestaltung ziehe sich hin wie Kaugummi, dabei hätte sie eigentlich vor sechs Jahren begonnen werden können, nachdem im Januar 2006 der erste Spatenstich für die Umgehungsstraße war.

 Die Liste der Unzulänglichkeiten und Versäumnisse ließe sich beliebig fortsetzten, klagt Papke. Die Wähler erwarteten weder von den Parteien noch von der Verwaltung Innovationsschübe, vermutet der Seniorensprecher. Angesichts der bevorstehenden Kommunalwahl hofft der Seniorenbeirat - als Vertretung von mehr als 3600 Bürgern, die 60 Jahre und älter sind - etwas in Bewegung setzen zu können.

 „Erfreulicherweise haben die Fraktionsvorsitzenden der CDU, der FDP und von Bündnis 90/Die Grünen sowie ein Vertreter der SPD-Fraktion zugesagt, sich den Fragen von Seniorenbeirat und Bürgern stellen zu wollen“, kündigt Papke an. Dabei will der 75-Jährige, der insbesondere während seiner Zeit als Vorsitzender der Altenvertretung eine Menge bewegt hat, den Stadtverordneten als Vertretern ihrer Parteien gehörig auf den Zahn fühlen.

 Bei der Diskussion am Mittwoch kommender Woche werden die Themenfelder Stadtentwicklung und Wirtschaft, Verkehr, Finanzsituation sowie Zusammenarbeit von Stadtvertretung und Verwaltung angesprochen. „Auf gar keinen Fall erwarte ich Allgemeinplätze und diplomatische Umschreibungen, sondern ganz konkrete Aussagen, welche Problemstellungen, wie und vor allem bis wann in der kommenden Wahlperiode angegangen werden sollen“, betont Papke. Darauf hätten nicht nur die Senioren, sondern auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger ein Anrecht. Daher erhofft sich Papke, dass auch viele jüngere Leute zur Podiumsdiskussion kommen. Der Eintritt ist frei.