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Segeberg Senioren durchschauten Betrugsmasche
Lokales Segeberg

Senioren in Wahlstedt durchschauten falsche Polizisten am Telefon

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19:15 17.11.2020
Von Thorsten Beck
Die echte Polizei fragt am Telefon niemals nach Wertgegenständen oder kündigt an, sie abzuholen. Quelle: Juliane Häckermann/Symbolbild
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Wahlstedt

Am Dienstagnachmittag ist nach den Worten von Polizeisprecher Lars Brockmann in Wahlstedt und Umgebung zu mindestens drei solcher Anrufe gekommen. Der angebliche Beamte der Polizeistation Wahlstedt habe den Angerufenen erklärt, es sei zur Festnahme von Tätern gekommen und man habe bei ihnen einen Zettel mit den Adressen geplanter Opfer gefunden.

Sogar die Wahlstedter Vorwahl im Display

"Weiterhin fragte der vermeintliche Polizist nach im Haushalt befindlichen Wertgegenständen", schilderte Brockmann. "Am Telefon wurde sogar die Wahlstedter Vorwahl 04554 angezeigt." Die Kontaktierten, alle bereits etwas älter, hätten sich richtig verhalten, das Gespräch sofort beendet und die richtige Polizei eingeschaltet. "Entsprechend ist es noch nicht zu Vermögensschäden gekommen."

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Anrufe ein bundesweites Phänomen

Derartige Anrufe seien aktuell ein bundesweites Phänomen, das oftmals durch überörtliche Täter verfolgt werde. Unbekannte versuchten immer wieder mittels dieser Masche, an Bargeld und Wertgegenstände zu kommen. "Der Fantasie der Betrüger sind hierbei keine Grenzen gesetzt", so Brockmann. Nicht selten würden sie am Telefon aufdringlich oder bettelten regelrecht um Hilfe. Oftmals verfügten die Betrüger sogar über Detailwissen und verunsicherten die Leute dadurch enorm. Die Zielrichtung sei dabei immer dieselbe: Die Opfer sollten Bargeld besorgen und es den Betrügern aushändigen.

Sofort die 110 anrufen

Die Polizei ruft insbesondere ältere Menschen dazu auf, bei derartigen Anrufen hellhörig zu werden und umgehend die 110 zu wählen. Darüber hinaus rät sie jüngeren Familienangehörigen, ihre älteren Verwandten und Bekannten für das Thema zu sensibilisieren.

Zudem könnten sich besorgte Bürger bei bestehender Unsicherheit im Umgang mit derartigen Anrufen an jede örtliche Polizeidienststelle oder an das Sachgebiet Prävention der Polizeidirektion Bad Segeberg wenden (Standort Pinneberg: 04101/2020). Dort erhalten vermeintliche Opfer, aber auch Mitarbeiter örtlicher Geldinstitute, entsprechende Hinweise.

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