Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Mit viel Neugier an die Arbeit
Lokales Segeberg Mit viel Neugier an die Arbeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:30 11.07.2018
Von Lutz Timm
Foto: Monika Otto (oben, von links), Ute Rosenkranz, Detlef Hering und Traute Buhmann wollen sich für die Belange der Senioren in der Gemeinde stark machen.
Monika Otto (oben, von links), Ute Rosenkranz, Detlef Hering und Traute Buhmann wollen sich für die Belange der Senioren in der Gemeinde stark machen. Quelle: Lutz Timm
Anzeige
Itzstedt

Der Weg zum neuen Beirat gestaltete sich etwas holprig. Die erste Wahl im November 2017 musste wegen eines formalen Fehlers wiederholt werden, die zweite im Februar 2018 lief hingegen glatt. Anfang Mai setzten sich die gewählten Mitglieder erstmals zusammen und verteilten die Posten. Zur neuen Vorsitzenden des Gremiums wurde die 65-jährige Ute Rosenkranz gewählt, die wie einige ihrer Mitstreiter in den Seniorenbeirat „eher hereingerutscht“ ist. „Eigentlich wollte ich erst mal nur zugucken. Doch dann wurde ich gleich gewählt“, sagte sie im Gespräch mit der Segeberger Zeitung. Daher sei der neue Beirat noch „in der Findungsphase“.

Der Beirat will den Kontakt zu den Senioren suchen

Die 68-jährige Monika Otto wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, Traute Buhmann (66) ist neue Schriftführerin. Die weiteren Mitglieder sind Detlef Hering, Irmgard Irrgang, Inge Wilms und Thomas Lowien.

Der neue Seniorenbeirat will sich jetzt sortieren, Themen setzen und vor allem den Kontakt Zielgruppe – die Itzstedter über 60 Jahre – herstellen. „Dazu wollen wir uns mit anderen Seniorenbeiräten vernetzen und gucken, wie die die Arbeit angehen. Außerdem können wir uns eine Umfrage mit einem Fragebogen vorstellen“, sagt Ute Rosenkranz. „Wir wollen von den Menschen wahrgenommen werden und müssen daher immer neugierig bleiben.“

Ein Netzwerk für Leihgroßeltern als mögliches Projekt

Als große Leitlinie haben sich die motivierten Senioren vorgenommen, das generationsübergreifende Zusammenleben zu fördern. „Dann können Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten zusammenkommen und gemeinsam etwas machen“, erläutert Detlef Hering. Auch eine Netzwerk für Senioren und junge Eltern, die Leihgroßeltern als Babysitter suchten, können sich die Mitglieder des Beirats gut vorstellen. Dabei könne der Beirat die Infrastruktur schaffen, um die Menschen zusammenzubringen.

Auf Kooperation mit der Politik angewiesen

Doch auch klassische Themen für Senioren wie Einsamkeit im Alter, Mobilität auf dem Land ohne Auto, Barrierefreiheit oder Probleme mit Süchten will das Gremium anpacken – wohl wissend, dass sie auf die Kooperation mit der Politik angewiesen sind. „Wir sind offiziell gewählt, haben aber keine Entscheidungskompetenzen“, sagt Traute Buhmann. Dennoch lege die Politik Wert auf die Unterstützung de Seniorenbeirats, der Kontakt sei offen und hilfsbereit – sehr zur Freude des Seniorenbeirats. “Denn wir sind voller Pläne.“

Sylvana Lublow 11.07.2018
Michael Stamp 11.07.2018
Einar Behn 11.07.2018