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Segeberg Neue Seniorenresidenz ist im Zeitplan
Lokales Segeberg Neue Seniorenresidenz ist im Zeitplan
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08:18 31.07.2019
Von Nicole Scholmann
Projektleiter Björn Beining (von links) von der Specht Gruppe zeigte Thies Rickert, Bürgermeister Hanno Krause, Susanne Steenbuck und Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe den Rohbau der neuen Seniorenresidenz. Quelle: Nicole Scholmann
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Kaltenkirchen

Das Haus wird nach der Fertigstellung Ende des Jahres von der Hamburger Firma Emvia Lining GmbH betrieben.

Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe, Bürgermeister Hanno Krause, Susanne Steenbuck vom Jugend-, Sport- und Bildungsausschuss sowie Thies Rickert (Bau- und Umweltausschuss) ließen sich von Projektleiter Björn Beining die Baustelle zeigen. Die Besucher staunten nicht schlecht über das Projekt. „Wir sind im Zeitplan und sehr zufrieden mit den Handwerkern“, beteuerte Beining.

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Spatenstich erfolgte Mitte 2018

Mitte Juni vergangenen Jahres war der erste Spatenstich vollzogen worden, mittlerweile steht das Gebäude direkt neben dem Bahnhof am Holstenplatz. Der Haupteingang ist als großes Eingangsfoyer gestaltet, das geplante Café im Erdgeschoss soll für Jedermann geöffnet sein und nicht nur für Bewohner und deren Angehörige.

B-Plan musste extra geändert werden

Laut Bürgermeister Krause haben Politik und Verwaltung in Windeseile – nämlich innerhalb eines Jahres – den Bebauungsplan für den Bereich geändert. „Die Kosten in Höhe von etwa 50000 Euro hat der Investor übernommen“, betonte Krause. Das sei im städtebaulichen Vertrag mit der Specht-Gruppe festgelegt worden. Die B-Plan-Änderung war nötig geworden, da bisher dort nur maximal drei Geschosse errichtet werden durften. Die Specht-Gruppe hatte wirtschaftliche Gründe angeführt, weshalb sie höher bauen müsse.

Die Stadt stellte sich auf die Anforderungen ein. Maximal vier Geschosse plus Staffelgeschoss sind dort nun möglich. Höchstens 17,5 Meter durfte das Gebäude in die Höhe gebaut werden. Festgeschrieben wurden auch die Farbe der Fassade – hellgelb, damit der Bau nicht zu wuchtig wirkt – und die Gestaltung der französischen Balkone mit Glasscheiben statt Metallgitter.

Senioren in die Mitte der Stadt bringen

Über den Standort des gewaltigen Gebäudes mitten in der Stadt gab und gibt es Diskussionen. „Senioren gehören in die Mitte der Gesellschaft“, betonte Susanne Steenbuck. In ihrem Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport sei man sich einig gewesen, dass gerade dieser Standort der richtige für die Seniorenresidenz sei. Einige würden meinen, dass ältere Menschen auf „die grüne Wiese“ gehören, hier sei aber das Gegenteil der Fall. Die künftigen Bewohner haben in den oberen Etagen rundum nicht nur den Blick über die Stadt, sondern auch auf das Geschehen am Bahnhof, an der Bank, beim Lebensmittelgeschäft und an der Hamburger Straße. Möglich wird dieser Überblick durch die Option, am Staffelgeschoss oben einmal rund um das Gebäude zu gehen.

OTN zieht ins Erdgeschoss

Bereits in der Planungsphase hat es laut Björn Beining Nachfrage nach Zimmern gegeben. Zur Auswahl stehen Einzel-, Komfortzimmer sowie Suiten. Die Größe reicht von 24 Quadratmetern bis zu 61 Quadratmetern Wohnfläche. Im Erdgeschoss wird das Unternehmen Firma OTN (Orthopädie Technik Nord) einziehen.

30.07.2019
Einar Behn 30.07.2019
KN-online (Kieler Nachrichten) 30.07.2019