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Segeberg Soll die Stadt Glaserkabel subventieren?
Lokales Segeberg Soll die Stadt Glaserkabel subventieren?
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17:08 22.07.2018
Von Einar Behn
Die modernen Glasfasern sind deutlich leistungsfähiger als das weit verbreitete Kupferkabel. Dennoch wollen in Bad Bramstedt viele bei der alten Technik bleiben. Quelle: Jan Woitas (dpa)
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Bad Bramstedt

Im Hauptausschuss will die SPD die Aufnahme von Verhandlungen zwischen der Stadt und Xitylight beantragen. Ziel ist es, die Innenstadt und damit auch die öffentlichen Gebäude rund um den Bleeck an die moderne Glasfasertechnik anzuschließen. Die neue Technik sollte dann auch dazu genutzt werden, öffentliche WLAN-Hotspot in der Innenstadt zu schaffen.

Xitylight, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Barmstedt im Kreis Pinneberg, hatte in der vergangenen Wochen gegenüber der Segeberger Zeitung von erheblichen Schwierigkeiten bei der Erschließung der älteren Stadtteile von Bad Bramstedt berichtet. Zu wenige Bürger seien bereit, einen Anschluss bei Xitylight zu buchen, ihnen reiche die DSL-Technik mit Kupferkabel. Statt der geplanten 30-prozentigen Anschlussquote werde im Gebiet Süd-West-Stadt/Schillerstraße nur 20 Prozent erreicht. Die Stadtvertreter von Barmstedt haben dem kommunalen Unternehmen Xitylight vorerst weitere Investitionen in Bad Bramstedt nicht genehmigt, weil sie unwirtschaftlich sind. Folge: Nicht nur die dicht besiedelte Nordstadt, sondern auch die Innenstadt mit Rathaus und Schloss bekommt vorerst kein Glasfasernetz.

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Auch das Kurgebiet soll Glasfaser bekommen

 SPD-Fraktionsvorsitzender Jan-Uwe Schadendorf will mit dem Antrag erreichen, dass Xitylight bei den Bewohnern und Geschäften im Zentrum für ihre Technik wirbt, um doch noch genügend Interessenten zusammen zu bekommen. Das könnte die Stadtvertreter in Barmstedt umstimmen. Auch eine finanzielle Beteiligung der Stadt Bad Bramstedt bei der Verlegung der Hauptleitung wollte Schadendorf nicht von vornherein ausschließen, auch wenn daran nicht zuerst gedacht werden sollte.

Außerdem soll die Stadtverwaltung auf Antrag der SPD klären, was eine Erschließung des Bad Bramstedter Kurgebietes, Sitz zweier großer Kliniken, kosten würde. Für den Gesundheitsstandort sei die moderne Technik von erheblicher Bedeutung, da immer größere Datenmengen übertragen werden müssten, so Schadendorf.

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