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Segeberg Sparkasse Südholstein: Neue Preise für Girokonten
Lokales Segeberg Sparkasse Südholstein: Neue Preise für Girokonten
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21:50 19.02.2020
Von Nadine Materne
Sparkasse Südholstein führt neue Preise für das Girokonto ein. Im Giro Flex wird künftig fast jede Kontobewegung mit 25 Cent berechnet - es sei denn, der Kunde wählt das Komfort-Konto für 9,90 Euro im Monat. Quelle: Nadine Materne
Kreis Segeberg

3,90 Euro monatliche Grundgebühr soll das Giro-Flex-Konto bei der Sparkasse Südholstein künftig kosten. Für ihr Online-Konto hat eine Sparkassen-Kundin, die namentlich nicht genannt werden möchte, zuvor 4,90 Euro gezahlt, nun soll für sie der Flex-Tarif gelten. Günstiger wird das Konto für die Frau jedoch nicht. „Für die EC-Karte soll ich jetzt im Jahr 9,90 Euro zahlen.“

Lastschriften, Gutschriften, Überweisungen: Jeweils 25 Cent

Das ist noch nicht alles: Für jede Nutzung der Debitkarte fallen im Flex-Tarif künftig 25 Cent an, ebenso für jede Gutschrift auf das Konto, bei jeder Überweisung, bei jeder Lastschrift, selbst beim Einrichten oder Ändern eines Dauerauftrages. 

Auf einer DIN-A4-Seite sind die neuen Entgelte in einem Brief an betroffene Kunden aufgelistet. Fünf Bargeldabhebungen am Geldautomaten der Sparkassen sind monatlich noch frei, jede weitere wird dann ebenfalls mit 25 Cent berechnet. Gültig ab 1. April 2020.

Als Alternative wird das Komfort-Konto angeboten. Für 9,90 Euro im Monat entfallen die Entgelte für Einzelbuchungen, auch die Debitkarte ist dann inklusive. 

Sparkasse: Nutzungsverhalten bestimmt Kontokosten

Von einer Verteuerung der Konten will die Sparkasse Südholstein nicht sprechen: „Wir haben eine ganz neue Kontowelt geschaffen“, erklärt Stephan Kronenberg, ein Sprecher der Sparkasse Südholstein. Aus sechs Modellen wurden zwei – neue und alte Konten seien schwer vergleichbar. Weggefallen sei etwa ein Konto mit einem Grundpreis von über 16 Euro.

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Neu seien Einzelbepreisungskontomodelle zudem nicht. Der Kunde könne mit seinem Nutzungsverhalten künftig selbst bestimmen, wie hoch seine Kontoführungskosten ausfallen. Im Durchschnitt würden Kunden der Sparkasse Südholstein lediglich 3,9 Überweisungen im Monat tätigen. „Das ist dann ein Euro.“ Dafür sinke etwa der Preis für eine beleghafte Überweisung von 2,50 Euro auf nur noch 25 Cent.

Kritik von der Verbraucherzentrale

„Das ist nur etwas für die Oma, die einmal im Monat ihre Rente bar abhebt“, sagt dazu Michael Herte, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Oder ein „passives Konto“ mit wenig Nutzung.

Mit lediglich 24 Buchungen auf dem Konto im Monat entstehen im neuen Flex-Tarif der Sparkasse Südholstein Entgelte, die zu den monatlichen Kosten des Komfort-Kontos aufschließen. „Das ist nur eine Kartennutzung am Tag“, so Herte. Dazu kommen womöglich weitere Buchungen: der Eingang der Gehaltszahlungen, die Überweisung der Miete, die Abbuchung der Telefonrechnung oder monatliche Abos – und die jährlichen Kosten für die Debitkarte.

Sparkasse Südholstein verweist auf Cashback-Programm

Die Sparkasse Südholstein bezeichnet ihr neues Kontomodell als flexibel und transparent. Zudem verweist Sprecher Kronenberg auf die Möglichkeit einer Teilnahme am Cashback-Programm der Sparkassen. Registrierte Kunden könnten dann bei Einkäufen mit der Karte bei „mehr als 1000 Partnern“ der Sparkassen Prozente sparen, die dann dem Konto des Kunden gutgeschrieben würden.

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Damit könnten die Kosten für das Konto gesenkt – „oder sogar ins Plus gedreht werden“. Als Beispiel dafür wird eine Reisebuchung über 3000 Euro genannt. Bei einer Rückerstattung von fünf Prozent würden dem Konto dann 150 Euro gutgeschrieben. 

Verbraucherschützer warnt vor "Datenkrake"

Ein Modell, das die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein kritisch sieht. Aus historischer Sicht seien Sparkassen gegründet worden, um Geld zu sparen „durch Konsumverzicht“, betont Herte. Die Sparkasse Südholstein mache nun das Gegenteil, indem sie Kaufanreize setze für Dinge, die der Kunde womöglich gar nicht benötigt. Dies in Verbindung zu setzen, um Kontoführungskosten zu reduzieren, halte er für fragwürdig.

Ein zweites Problem für den Verbraucherschützer ist die „Datenkrake im Hintergrund“. Denn bei jeder Zahlung mit der Karte werde auch ein Datensatz über den Kunden produziert. „Womöglich zahlt der Kunde also zwei Mal – mit höheren Gebühren und seinen Daten“, so Herte.

Betroffene Kunden sollten Alternativen prüfen

Kontokosten in Höhe von knapp unter zehn Euro für die neue Komfort-Variante seien für Filialbanken wie die Sparkasse Südholstein inzwischen normal, sagt Herte. „Es ist teuer, aber nicht zu teuer.“

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Von einer Preissteigerung betroffenen Kunden rät er, sich zu fragen, wie dringend die Betreuung in der Filiale benötigt wird. Es gebe einige Direktbanken, die immer noch kostenfreie Konten anböten. 

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