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Segeberg Endlich Bau der Seniorenwohnungen
Lokales Segeberg Endlich Bau der Seniorenwohnungen
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09:00 02.08.2016
Von Patricia König
Den ersten Spatenstich für ihre Seniorenwohnanlage setzten am Montagnachmittag (von links) Wolfgang Hagen, Almut Wardin, Walter Höfs, Eckhard Meier und Hans-Joachim Bolda. Quelle: Patricia König
Wensin

„Nun geit dat los!“ Der Satz von Walter Höfs, Vorsitzender der Genossenschaft, nach seiner kurzen Rede vor der Baustelle an der Lindenstraße in Garbek war auch eine Form von Stoßseufzer. „Auch wenn es keiner mehr geglaubt hat“, wie Höfs in seiner Ansprache vor vielen Mitgliedern der Genossenschaft betonte. „Uns wurden viele Steine in den Weg gelegt und viele Knüppel zwischen die Beine geworfen.“

 Zwischenzeitlich waren zwei Banken abgesprungen. Und die Zusagen für öffentliche Zuschüsse waren an eine 100-prozentige Vermietungsquote für alle über 20 einst geplanten Wohnungen geknüpft gewesen. Doch das war nicht zu erreichen gewesen. Deshalb verzichteten die Genossen nun auf die Förderung, die ermöglicht hätte, ein Drittel aller Wohnungen zu niedrigeren Mieten anbieten zu können.

 Am Montag überwog nun die Erleichterung, dass der Bau auf dem ehemaligen Gelände der evangelischen Kapelle beginnt. Man baue die Wohnanlage für Senioren so schön „wie von Anfang an geplant“, sagte Höfs.

 Die neue Bank mit Sitz in Bochum, die den Kredit finanziert, hat das Eigenkapital der Genossenschaft akzeptiert und die Laufzeit des Kredits auf 30 Jahre festgelegt. „Die Architekten wie auch unsere Genossen haben viel Geduld mit uns gehabt“, sagte Walter Höfs. Nach jeder Wendung im Projekt hätte wieder alles neu berechnet und geplant werden müssen.

 „Wir haben 14 Vermietungen, und genau so viele Wohnungen werden jetzt erstmal gebaut“, erklärte Almut Wardin vom Architekturbüro Meier und Moss aus Bad Segeberg. Wenn sich noch weitere fünf Mieter finden, werde noch auf 19 Wohnungen erweitert.

 In den ersten, kleineren Bauabschnitt investiert die Genossenschaft 1,89 Millionen Euro. Die große Anlage würde 2,42 Millionen Euro kosten. Bleibt es bei 14 Wohnungen, errechnet sich daraus ein Mietpreis pro Quadratmeter von 9,50 Euro. Könnte um fünf weitere Wohnungen aufgestockt werden, würde der Preis auf 8,70 Euro pro Quadratmeter sinken, erläuterte Architekt Eckhard Meier.

 Mit der geplanten Förderung hätte die Miete zwar nur bei 5,30 Euro für den Quadratmeter gelegen – „aber eben nur für die geförderten Wohnungen“, erklärte Wolfgang Hagen, zweiter Vorsitzender der Genossenschaft. Dass manche Mieter nun einen höheren Mietzins als erwartet zahlen müssen, wollen die Genossen mit einer Mietförderung etwa durch Wohnberechtigungsscheine auffangen.

 „Ich bin so froh, dass es nun endlich los geht“, sagte nicht nur Wolfgang Hagen. Viele hätten schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass sie noch einziehen können. Ende des nächsten Jahres soll es nun so weit sein. Dann sind entweder 14 oder 19 Wohnungen bezugsfertig.

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