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Segeberg Eintracht kämpft sich aus der Krise
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15:16 04.03.2020
Von Jürgen Brumshagen
Eintracht Segeberg steckt in Schwierigkeiten. Ein massiver Mitgliederschwund in der Fußballsparte ist einer der Gründe. Hinzu kommen Rückzahlungsforderungen, weil in den Jahren 2016 bis 2018 mehr Übungsleiterstunden abgerechnet als geleistet wurden. Quelle: Jürgen Brumshagen
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Bad Segeberg

Gezahlt werden soll, weil in den Jahren 2016 bis 2018 mehr Übungsleiterstunden abgerechnet als geleistet wurden. Demnächst soll eine Zahlungsaufforderung der Stadt in Höhe von 11 672 Euro eintreffen. Eine Rechnung in identischer Höhe vom Kreissportverband, der die Übungsleiterabrechnungen für den Kreis Segeberg abwickelt, liegt dem Vorstand vor. „Die ursprüngliche Forderung war höher", verriet Polonji. Ursprünglich standen 40 000 Euro im Raum. „Aber die Summe wird damit verrechnet, dass wir Einmalzahlungen in Höhe von je 2 513 Euro getätigt haben." Das sei der von Finanzchef Meins ermittelte Schaden, der durch die fehlerhaften Abrechnungen entstanden wäre. „Die Statuten der Förderung schreiben aber vor, dass das komplette Geld für alle Übungsleiterstunden im betreffenden Zeitraum zurückgezahlt werden muss", erklärte Polonji. Weil von Stadt und Kreis die – nicht beanstandeten – Übungsleitergelder für 2019 einbehalten wurden, bleiben zwei Mal 11 672 Euro übrig.

Zahlungsaufschub für Eintracht Segeberg

Geld, das der klamme Verein derzeit nicht aufbringen kann. „Zum Glück gibt es nach einem Treffen mit Bürgermeister Dieter Schönfeld und Kreispräsident Claus Peter Dieck Signale, dass uns die Zahlung vorerst gestundet wird", gab Polonji bekannt. Eine Aussage, die Sven Neitzke, der Geschäftsführer des Kreissportverbandes, mit einem Nicken unterstrich. Mit einem Zahlungsaufschub würde der Verein Zeit gewinnen, um wieder auf die Beine zu kommen. Polonji: „Niemand will, dass Eintracht Segeberg die Luft ausgeht!"

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Ehrenrat fordert Zusammenhalt

Trotzdem herrschte am Ende der Jahreshauptversammlung in der Eintracht Arena positive Stimmung unter den 31 Mitgliedern, die gekommen waren. „Wir haben in der Geschichte unseres Vereins so manche Krise gemeistert. Alle sind gefordert, sich zu engagieren. Dann werden wir es auch dieses Mal schaffen", sagte Hans-Jürgen Berner, der mit Wolfgang Ratje und Eberhard Blank den Ehrenrat bildet.

Junge Leute neu im Vorstandsteam von Eintracht Segeberg

Ein Anfang könnte sein, dass sich die jungen Fußballer Henrik Cordes (20, Schriftführer) und Malte Willhöft (19, Hallensport) in das Vorstandsteam mit Knut Polonji (technischer Bereich), Bernd Motschmann (kaufmännischer Bereich) und Hans-Heinrich Meins (Finanzen) wählen ließen. Christopher Fortwängler und Jonas Lack, ebenfalls Spieler der Männermannschaft, wollen sich ohne Vorstandsamt um Social Media, Pressearbeit und Werbung kümmern. „Frisches Blut tut immer gut", freut sich Polonji, der das Treffen leitete.

Massiver Mitgliederschwund bei Eintracht Segeberg

Das Trio Lars Westensee, Frank Sukowski und Marcel Hübner hat Fußball-Spartenleiter Motschmann abgelöst. „Es darf nicht dazu kommen, dass in Bad Segeberg kein Nachwuchsfußball mehr angeboten wird", sagte Westensee mit Blick auf die alarmierende Entwicklung. Die Mitgliederzahl des Vereins, der Fußball und Badminton anbietet, ist binnen eines Jahres von 422 auf knapp 200 Kicker und 70 Badmintonspieler geschrumpft. Die Gründe sind vielschichtig. „Eine zentrale Rolle spielt der Egoismus von Trainern, Eltern und Jugendlichen", erklärte Westensee. „Wir müssen es schaffen, dass sich möglichst viele stärker als zuletzt mit Eintracht Segeberg identifizieren." Dazu gehöre, dass der Verein sportliche Perspektiven bieten müsse. „Wir stehen in engem Austausch mit einem möglichen Kooperationspartner für die Altersklassen A-, B- und C-Junioren", sagte Westensee. Dass es sich dabei um die SG Trave 06 mit den Stammvereinen SV Todesfelde, Leezener SC und SV Wittenborn handelt, wollte er weder dementieren noch bestätigen. „Nur so viel: In zwei Wochen wissen wir mehr."

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