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Segeberg Stadt warnt vor Ghettoisierung
Lokales Segeberg Stadt warnt vor Ghettoisierung
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09:43 25.10.2018
Von Einar Behn
Das noch immer im Bau befindliche Flüchtlingshaus am Düsternhoop steht etwas einsam da. Hier könnte nach SPD-Meinung sozialer Wohnungsbau entstehen. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Wie es weitergehen soll, wusste auch im Planungsausschuss niemand so recht. Anlass zu der Diskussion bot ein Erlass der Bundesregierung. Die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) soll danach den Kommunen zu günstigen Konditionen Baugrundstücke verkaufen, wenn diese für den sozialen Geschosswohnungsbau genutzt werden. Die Bundespolizeidirektion in Bad Bramstedt hat solche Fläche bereits der BIMA überlassen.

Mehr als ein Haus für Flüchtlinge ist nicht notwendig

Bereits 2016 hatte die Stadt der BIMA eine Teilfläche von 7500 Quadratmetern abgekauft – damals ebenfalls verbilligt – aber mit der Maßgabe dort ein Flüchtlingsheim zu bauen. Das ist noch immer nicht fertig, obwohl Bad Bramstedt schon lange keine Flüchtlinge mehr zugewiesen bekommen hat. Genutzt werden soll es nun dafür, Flüchtlinge aus zum Teil sehr teuer angemieteten Wohnungen in den Neubau umziehen zu lassen. Nach der ursprünglichen Planung sollten noch drei weitere Häuser nach dem sogenannten Kieler Modell auf dem Grundstück gebaut werden. Für Flüchtlinge werden sie aber nicht mehr benötigt. Das bedeutet: Die Stadt muss über kurz oder lang 570000 Euro an die BIMA bezahlen, weil der Rabattgrund entfallen ist.

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Sozialwohnsiedlung an diesem Standort wäre relativ isoliert

Durch den neuen Erlass besteht nun aber die Hoffnung, vielleicht doch nicht bezahlen zu müssen, nämlich dann, wenn dort Sozialwohnungen entstehen. Bauamtsleiter Erich Dorow mahnte im Planungsausschuss: „Dort entsteht ein gesonderter Standort mit Wohnungen für einkommensschwache Bevölkerungsschichten.“ Um das Flüchtlingshaus herum befindet sich nämlich lediglich das Gewerbegebiet Nord, die Jürgen-Fuhlendorf-Schule und die Bundespolizeidirektion. Auch Fritz Bredfeldt (Bündnis 90/Grüne) findet eine Sozialwohnungssiedlung dort „relativ isoliert“.

Die SPD setzt sich dennoch für das Projekt ein. Stadtverordnete Karen Steffen: „Soll die Asylunterkunft denn da alleine stehen bleiben? Das finde ich merkwürdig.“

Bauamtsleiter Dorow will nun in Gesprächen mit der BIMA klären, ob auch eine Durchmischung verschiedener Bebauungsformen möglich ist, um die Ghettobildung zu vermeiden. Die Stadt müsste allerdings wohl für Teile der Flächen den Marktwert bezahlen.

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