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Segeberg Stadt nimmt die Knöllchen zurück
Lokales Segeberg Stadt nimmt die Knöllchen zurück
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11:48 02.07.2015
Von Einar Behn
Die Zufahrt zum Bleeck ist zwar geöffnet, doch das Schild verbietet es Autofahrern auf den Marktplatz zu fahren. Deshalb dürfen sie dort eigentlich auch nicht parken. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Anlass war der Bericht der Segeberger Zeitung („Fragwürdige Knöllchen“), in dem sich Gäste des Hotels „Zum Bramstedter Wappen“ über die Behandlung durch die Stadt beklagt hatten. Sie hatten ihr Auto auf dem Bleeck vor dem Hotel abgestellt und dafür eine Durchfahrt genutzt, die aber eigentlich mit dem Schild „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ gesperrt ist.

 Diese Durchfahrt durch die Baustellenabsperrung war von der Stadt jedoch extra vor zwei Wochen geschaffen worden, damit die Parkplätze auf der Ostseite des Bleecks wieder nutzbar werden. Zunächst hatte dort das Zusatzschild „Anlieger frei“ gehangen. Dies war dann aber wieder entfernt worden, „weil es vermehrt zu Störungen der Baustelle durch nicht berechtigte Fahrzeuge gekommen war“, wie Kütbach erklärte. Kunden und Gäste der Geschäfte und Gaststätten nutzten dennoch die weiterhin offene Durchfahrt. „Da es sich im Einzelfall um eine unklare Situation aus Sicht der Fahrzeugführer gehandelt haben kann, haben wir uns zugunsten der Betroffenen zur Rücknahme der Verwarnungsgeldbescheide entschlossen“, heißt es in einer gestern schriftlich veröffentlichten Stellungnahme Kütbachs. Die Strafzettel seien „routinemäßig“ ausgestellt worden.

 Weiter hießt es in der Stellungnahme: „Die ersten beiden Abschnitte des Umbaus unseres Marktplatzes Bleeck werden planmäßig zum Internationalen Musikfest am kommenden Wochenende fertiggestellt. Im Anschluss wird die Vollsperrung des Platzes aufgehoben werden. Anlieger und deren Gäste mussten die unvermeidliche Sperrung mit Geduld ertragen, wofür sich die Stadt bedankt.“

 Renate Müller, die mit Mann und Sohn zurzeit ihren Urlaub in Bad Bramstedt verbringt, und ein Knöllchen an ihrer Windschutzscheibe vorgefunden hatte, zeigte sich erfreut über das Einlenken des Rathauses. Persönlich informiert worden war sie darüber aber noch nicht. „Ich werde die 30 Euro jetzt einfach nicht bezahlen“, sagte sie.

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