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Segeberg Stadtfest litt unter Regen
Lokales Segeberg Stadtfest litt unter Regen
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18:45 16.06.2019
Von Klaus-Ulrich Tödter
Absoluter musikalischer Höhepunkt war beim Stadtfest am Sonnabendabend der Auftritt der Gruppe Bon Scott, einer AC/DC-Coverband. Sie trägt den Namen des verstorbenen AC/DC-Sängers. Quelle: Klaus-Ulrich Tödter
Kaltenkirchen

„Einfach nur schade“, sagte Marcus Nülken, Chef von Mr. Icecream: „Alles war prima, nur nicht der Regen. Den müssen wir hinnehmen.“ So blieben die Besucherzahlen weit unter denen des Vorjahres. Auch, weil im Umland zeitgleich zahlreiche Veranstaltungen stattfanden.

Bürgervorsteher begrüßte die Gäste

Im veröffentlichten Programm war die offizielle Eröffnung des dreitägigen Festes schlicht vergessen worden. Sie fand am Freitagabend um 20 Uhr dann doch statt. Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe stand alleine auf der riesigen Hauptbühne, als er einem überschaubaren Publikum „Hallo Kaltenkirchen“ zurief. Er dankte der aus Kommunalpolitikern, Vertretern von Vereinen und Stadtangestellten bestehen Arbeitsgruppe, die in acht Sitzungen ein attraktives Programm zusammengestellt habe. „Das war möglich, weil die Stadt 23000 Euro für das Fest in die Hand genommen und es mit dem Bauverein und den Stadtwerken zwei Großsponsoren gegeben hat.“

Ein richtig gutes Händchen bewies Mit-Organisator Bernhard Froh bei der Musikauswahl. „Wir haben dafür auch bewusst etwas mehr Geld in die Hand genommen.“

Zack Zillis sorgten für Party-Feeling

Die Zack Zillis, die am Freitagabend mit einer spektakulären Bühnenshow und Stimmqualität loslegten, sind eine Spitzen-Partyband, die auch bei der Kieler Woche auftreten wird. Die Besucher waren beeindruckt. „Das macht richtig Laune, da zuzuhören“, sagte begeistert Michael Bergmann aus Henstedt-Ulzburg. Und Claus-Peter Tiefel aus Hamburg rockte so ausgelassen und ausdauernd vor der Bühne, dass ihm der Schweiß nur so von der Stirn lief.

Die Musiker spielten bis Mitternacht, aber bereits gegen 23 Uhr war nicht mehr viel los.

Zweite Bühne kaum besucht

Eine zweite Bühne gab es hinter dem Rathaus zur Schulstraße hin. Die erfuhr leider viel zu wenig Resonanz. Sehr bedauerlich, dass dort Sonnabendnachmittag Volker Frank und seine Bubble Gums vor kaum mehr als einer Handvoll Zuhörern spielen mussten. Das hatte die Truppe, die zum Beispiel Songs von Neil Diamond und John Denver präsentiert, nicht verdient.

Absoluter Höhepunkt im Musikprogramm war trotz des Heimspiels der Kaltenkirchener Multi-Vocal-Band Soateba der Auftritt von Bon Scott, einer AC/DC-Coverband, die ihren Namen vom verstorbenen AC/DC-Sänger Bon Scott abgeleitet hat. Vor der Bühne herrschte dichtes Gedränge. Ganz vorne hatten sich frühzeitig AC/DC-Fans mit dem passenden Outfit einen Platz ergattert. Das Konzert begann mit Verspätung erst kurz vor 22 Uhr am Sonnabend, weil die Band beim Einstimmen mit technischen Problemen zu kämpfen hatte.

Wegen Regen: Aufbau der Stände verzögert sich

Pech hatten die vielen Vereine und Verbände, die sich ab Sonnabendmittag auf dem Grünen Markt präsentierten. Vor dem Aufbau hatte es so geprasselt, dass sich der Aufbau der Stände verzögerte. Da es später immer wieder Schauer gab, war die Besucherresonanz mau, wurde erst zum Ende hin besser.

Dabei wurde viel geboten. Zwar mussten die Kinder auf das angekündigte Bullenreiten verzichten, konnten sich aber im Aqua-Zorbing-Pool vergnügen, wo sie in mit Luft gefüllten Bällen auf dem Wasser Drehungen vollführten. Der Verein Fetihspor bot den Jungen und Mädchen Torwandschießen und Bogenschießen, es konnte Schach gespielt oder am Stand der Awo experimentiert werden. Am Büchereistand wurde gebastelt. „Auf unserer Dachterrasse wollten wir Liegen zum Entspannen aufstellen, aber das ging wegen des Wetters leider nicht“, bedauerte die stellvertretende Büchereileiterin Katja Nielsen.

Niemand wollte ins Rathaus

Gähnende Leere herrschte am Sonnabend im Rathaus. Dort bestand die Möglichkeit, sich über die aktuellen Entwicklungen der Stadt zu informieren. Aber auch der Lions-Club, der Seniorenbeirat der Stadt oder das Wohnungsunternehmen Bauverein hatten dort Stände.

Karl-Michael Schroeder von der Stadtverwaltung bedauerte, dass in diesem Jahr keine Rathausturmbegehung möglich war, weil dort zur Zeit Sanierungsarbeiten laufen. Vertreter der Heimatgruppe Kallies, die im Rathaus ein eigenes Zimmer besitzt, hatten kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt.

Gottesdienst war gut besucht

Am Sonntag hatte das Wetter ein Einsehen, so dass der ökumenische Gottesdienst unter freiem Himmel auf und vor der Hauptbühne stattfinden konnte und mit über 100 Gästen gut besucht war. Und auch die Kinderunterhaltung auf dem Grünen Markt sowie der verkaufsoffene Sonntag fanden viel Anklang.

Seit einigen Jahren steht das Stadtfest unter dem „Ochsenmotto“, weil vom 16. bis zum 18. Jahrhundert auf dem sogenannten Ochsenweg Tausende dieser Tiere durch Kaltenkirchen getrieben wurden. In diesem Jahr wurden aber an den Ständen weder Ochse am Spieß noch spezielle Ochsengerichte angeboten.

Zwar wurden wieder die traditionellen „Ochsen-Button“ verkauft. Wer diese sichtbar trug, konnte preiswerter schlemmen. Doch von diesen Ansteckern waren auf dem Stadtfest kaum welche zu sehen. „Hier müssen wir uns für das kommende Jahr etwas überlegen“, gab Sascha Stanelle von der Stadtverwaltung zu, der trotz des Wetters von „einem gelungenen Fest ohne Zwischenfälle“ sprach.

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