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Segeberg Stallgebäude brennt in Naherfurth - B432 gesperrt
Lokales Segeberg Stallgebäude brennt in Naherfurth - B432 gesperrt
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19:12 07.10.2019
Von Nicole Scholmann
Ein landwirtschaftliches Gebäude ist in Naherfurth an der B432 in Brand geraten. Quelle: Nicole Scholmann
Naherfurth

Großalarm am Montagnachmittag für die Wehren im Amt Itzstedt: Um 15.24 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf ein und die Rettungskräfte machten sich in Windeseile auf den Weg. In Naherfurth brannte in der Ortsmitte die Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebes. „Als die Einsatzkräfte eintrafen sie einen Vollbrand vor“, teilte Nils Schöning, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, der Segeberger Zeitung mit. Zunächst habe die Alarmierung noch „Feuer Mittel“ geheißen – diese Einstufung sei allerdings umgehend erhöht worden. 

Rund 100 Feuerwehrleute der Wehren Nahe, Kayhude, Itzstedt, Wakendorf II, Seth und Oering sowie der Drehleiterzug Norderstedt waren im Einsatz, darunter etliche Atemschutzträger. Zu Beginn habe man noch versucht, das Feuer von innen zu bekämpfen. Dieses Vorhaben wurde laut Schöning schnell aufgegeben. Zu groß war die Einsturzgefahr. Fortan wurde das Flammenmeer von außen in Schach gehalten. 

Zehn Tiere harrten in der brennenden Scheune aus

Das Problem: In der Scheune befanden sich gut 60 Schwarzbunte, die zum Teil rausgetrieben werden konnten. Zehn Tiere aber harrten Stunden in der brennenden Scheune aus und waren nicht zu bewegen gewesen, rauszulaufen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir sie noch rausbekommen“, erklärte Feuerwehrsprecher Schöning im Laufe des Nachmittags. 

In und am Scheunengebäude waren Rundballen gelagert, die den Flammen immer neue Nahrung gaben. Löschwasser wurde aus der gut 300 Meter entfernten Alster entnommen und per langer Schlauchleitung zum Brandort transportiert. 

Keine Gefahr für Einsatzkräfte - keine Verletzten

Die Scheune teilt sich auf in zwei Drittel Stall und einer Werkstatt daneben. Explosionsgefahr habe zu keiner Zeit bestanden. Auf dem Dach der großen, allein stehenden Scheune war eine Fotovoltaikanlage installiert, die ein Opfer der Flammen wurde. „Die Wechselrichter waren innerhalb kurzer Zeit durchgebrannt“, erklärte Schöning. Eine gute Dreiviertelstunde habe danach die Anlage noch unter Spannung gestanden, aber dann sei sie für die Einsatzkräfte keine Gefahr mehr gewesen. 

Bilder vom Großbrand in Naherfurth an der B432

Personen seien nicht zu Schaden gekommen, dennoch war ein Rettungswagen vor Ort.

Einsatz verlangte Rettern einiges ab

Um sich ein Bild von der Lage zu machen, kam die Drohne der Feuerwehr Norderstedt zum Einsatz und überflog den Brandort. Die Aufnahmen wurden sofort ausgewertet. Das Wechselladerfahrzeug der Kreisfeuerwehrzentrale Segeberg war vor Ort und tauschte leere Atemschutzflaschen gegen neue sowie gebrauchte Schläuche gegen frische aus.

Der Einsatz verlangte den Feuerwehrleuten einiges ab. „Die Wehren haben immer Getränke dabei. Aber gerade auf den Dörfern ist es so, dass die Nachbarn uns mit Nachschub versorgen“, sagte Schöning dankbar. So stapelten sich neben den zahlreichen Einsatzfahrzeugen die Getränkekisten mit Wasser, die vor allem von den Atemschutzträgern geleert wurden. Diese besonders ausgebildeten Feuerwehrleute dürfen maximal 30 Minuten unter Atemschutz arbeiten. Dann folgt eine Erholungsphase. 

Ursache des Feuers ist unklar - B432 wurde gesperrt

Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungenn aufgenommen. 

Die Bundesstraße 432, die direkt durch Naherfurth führt, wurde für die Dauer des Einsatzes komplett gesperrt. Die Rauchsäule aus Naherfurth war etliche Kilometer weit zu sehen.

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