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Segeberg Dienstzimmer nur für den Bürgervorsteher
Lokales Segeberg Dienstzimmer nur für den Bürgervorsteher
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07:01 02.03.2018
Von Klaus-Ulrich Tödter
Bürgermeister Hanno Krause (von links) war genau so überrascht wie Bürgervorsteher Kurt Barkowsky, der vom stellvertretenden Bürgervorsteher Siegfried Raabe in der Sitzung heftig angegriffen wurde. Quelle: Klaus-Ulrich Tödter
Kaltenkirchen.

Das kam für Barkowsky wie aus heiterem Himmel und machte ihn zunächst einmal völlig sprachlos. Bei der jüngsten Stadtvertretersitzung wurde er von seinem Stellvertreter Raabe heftig attackiert. Der Streit drehte sich um Raum 219 im Rathaus – das Büro des Bürgervorstehers.

„Aus welchem Grund wurde das Schloss zum Zimmer des Bürgervorstehers ausgetauscht? Wer hat das veranlasst? Wer trägt die Kosten dafür? Wo ist festgelegt, dass der Bürgervorsteher das nur alleine nutzen darf?“, wollte Raabe wissen. „Im Berufsleben ist das Teilen eines Büros völlig normal, da wichtige Unterlagen jederzeit in abschließbaren Fächer gelagert werden können.“

Im Büro nicht häuslich einrichten

„Ich bin verwirrt, was hier heute so abläuft. Damit hätte ich nicht gerechnet. Das finde ich schon daneben“, meinte der sichtlich betroffener Barkowsky. Seiner Meinung nach werde bewusst versucht, die Position des Bürgervorstehers zu schwächen. Fest stehe, so Barkowsky, dass das Büro ihm zustehe und auch er nur den Schlüssel dafür habe. Er wolle hier auch Akten bearbeiten, diese dann auch auf dem Schreibtisch liegen lassen können. Da könne sich nicht ein Stellvertreter häuslich einrichten, seine Kekse, Pralinen und sein Radio mitbringen und alles einfach dort lassen.

„Ich halte die Diskussion auch für so überflüssig wie einen Kropf“, so Raabe. Aber es könne nicht angehen, dass plötzlich ohne sein Wissen das Schloss des Bürgervorsteherbüros ausgetauscht werde. Er habe dann auch das Gespräch mit Barkowsky gesucht, aber keine befriedigende Antworten erhalten. Deshalb habe er das Thema bei der Stadtvertretung angesprochen.

Zu viele hatten Zugang zum Büro

Bürgermeister Hanno Krause klärte als Hausherr des Rathauses nach der Sitzung auf Nachfrage der Segeberger Zeitung auf, weshalb es zum Schlosstausch gekommen sei. „Der hat erfolgen müssen, weil für das Büro des Bürgervorstehers zu viele Gruppenschlüssel passten, wie zum Beispiel die der Fraktionsvorsitzenden.“ Und für Barkowsky ist es selbstverständlich, dass nur er und nicht auch seine beiden Stellvertreter freien Zugang zu seinem Büro bekämen. „Auch die Stellvertreter von Bürgermeister Hanno Krause haben keine Schlüssel für dessen Büro. Und so handhabe ich das auch.“

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