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Segeberg Ein neues Zuhause für die Zauneidechse
Lokales Segeberg Ein neues Zuhause für die Zauneidechse
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16:00 01.08.2019
Von Einar Behn
Die Zauneidechse soll in Hasenkrug wieder heimisch werden. Quelle: Janis Ahrens (Stiftung Naturschutz)
Hasenkrug

Die beiden Wiesen sind zusammen 52 Hektar groß und gehören der Stiftung. Der Boden ist sandig, die Wiesen sind mager. Normalerweise grasen hier ein paar zottelige Galloways.

Doch in den letzten Tagen war ein Bagger an der Arbeit. Tim Reimers vom landwirtschaftlichen Lohnunternehmen Thies Buchmann aus St. Michaelisdonn hatte die Aufgabe, dort mehrere Sanddünen anzulegen und Gräben zu buddeln, in die dann Baumstümpfe geworfen werden. „Das sind optimale Lebensbedingungen für Zauneidechsen“, sagt Janis Ahrens von der landeseigenen Stiftung Naturschutz. „Im Sand graben sie ihre Eier ein, die dann von der Sonne ausgebrütet werden, unter den Baumstümpfen finden die Tiere Verstecke“, erklärt der Natur- und Landschaftsplaner. Die Baumstümpfe stammen vom Ausbau der B404 zur A21 bei Kirchbarkau und wurden mit Lastwagen zum Stiftungsland in Hasenkrug geschafft. Die Kosten tragen das Land und die Europäische Union

Eidechsen werden in Großenaspe eingefangen

Auf den Wiesen im Norden Hasenkrugs nahe der Brokenlander Au leben keine Zauneidechsen und von alleine kommen sie nicht, denn sie verlassen ihren Lebensraum nur ungern. „Zauneidechsen wandern in der Regel nur 20 Meter“, erzählt Ahrens. Deshalb müssen die Tiere dort eingefangen werden, wo sie noch leben. Am Ketelvierth in Großenaspe gibt es noch ein größeres Vorkommen. 

Fachunternehmen übernimmt die Zucht

Die Echsen sind jedoch streng geschützt, nur mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Segeberg dürfen die wieselflinken Tiere eingefangen werden. „Wir brauchen fünf Weibchen und zwei Männchen“, so der Landschaftsplaner. Die sollen dann in Gefangenschaft Junge bekommen, um sie auszusetzen. Ein Fachunternehmen übernimmt die Zucht der Kriechtiere, der Kreis Segeberg trägt die Kosten. Drei Jahre nacheinander sollen je 50 junge Eidechsen ausgesetzt werden. 

 Schon einen Schritt weiter ist die Stiftung an der neuen Grünbrücke über der A7 bei Bad Bramstedt. Dort will Janis Ahrens bereits in der kommenden Woche einige Zauneidechsen in die Wildnis entlassen. 

Die Zauneidechse soll in Hasenkrug wieder heimisch werden.Dafür werden zwei Wiesen umgestaltet.

Wer in Bad Bramstedt eine Lieferung vom Hermes-Paketdienst bekommen sollte, wartet am Donnerstag wohl vergeblich. Der Ford Transit eines im Auftrag des Hamburger Paketdienstes tätigen Subunternehmers fing im Großenasper Weg in Höhe des Gewerbegebietes Nord Feuer. Ein Teil der Ladung wurde zerstört.

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