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Segeberg Ein richtig gutes Storchenjahr
Lokales Segeberg Ein richtig gutes Storchenjahr
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07:39 05.08.2019
Von Nadine Materne
Super Storchenbilanz für Segeberg: Gleich mehrfach gab es erfolgreiche Vierer-Bruten wie hier in Hegebuchenbusch in Hasenmoor. Quelle: Kerstin Ahlers
Kreis Segeberg.

„Wir haben in diesem Jahr einen Bruterfolg von 2,3 Jungen pro Paar“, freut sich Möckelmann. In den beiden zurückliegenden Jahren habe die Quote bei 1,4 beziehungsweise 1,3 Jungen pro Paar gelegen.

Verlustquote liegt bei zehn Prozent

35 wild lebende Storchenpaare haben sich im Kreis Segeberg diesen Sommer niedergelassen – wie bereits im Vorjahr. Zusammen haben sie 81 Jungstörche groß gezogen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es nur 47.

„Die Witterungsbedingungen im Mai mit ausreichend Niederschlägen sorgten für genügend Nahrung, vor allen Dingen Regenwürmer, für die frisch geschlüpften Jungstörche.“ Möckelmann spricht von einem „zufriedenstellenden Bruterfolg“. Für den unaufgeregten Möckelmann ist das schon beinahe eine euphorische Bilanz.

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„Die Jungtierverluste liegen in diesem Jahr bei zehn Prozent“, sagt Möckelmann. So wurden etwa in Seth im Moorweg vier eingetrocknete Junge aus dem Horst geworfen. Über die Gründe jedoch könne man nur spekulieren. Vielleicht haben sich die Jungtiere vergiftet, mutmaßt der Storchenbeauftragte. Um dies zu klären hätte man die Tiere jedoch in ein Labor schicken müssen, das wäre sehr teuer gewesen.

Mehre Paare ziehen vier Junge auf

Mit jeweils vier Jungen waren die Störche in Bad Bramstedt sowohl im Achtern Diek als auch in Bissenmoor, in Hartenholm, in Hegebuchenbusch (Hasenmoor), Itzstedt, Kayhude, Oering, Sülfeld und Weddelbrook (Boyens) am erfolgreichsten. „In Kayhude waren anfangs fünf Jungstörche geschlüpft, einer ist leider später verendet“, berichtet Möckelmann.

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In Armstedt, Bark, Bimöhlen (Dorfstraße), Fredesdorf, Großenaspe (Wischof), Nützen (Kampen), Pettluis (Daldorf), Stuvenborn, Struvenhütten (Bentfurt und Mühlenstraße), Traventhal, Voßhöhlen (Todesfelde) und Wakendorf II konnten jeweils drei Junge erfolgreich groß gezogen werden.

Zwei Jungstörche aufgezogen wurden in Alveslohe, Bebensee, Blunk, Damsdorf, Groß Rönnau, Hasenmoor, Struvenhütten (Deich) und Tensfeld. In Bimöhlen (Mühlenkamp) und Föhrden-Barl war es jeweils ein Junges.

Erfolgreiche Neuansiedlung in Groß Rönnau

Besonders freut sich Möckelmann über den Bruterfolg in Groß Rönnau. „Das ist eine Neuansiedlung.“ Erst in diesem Jahr seien dort zwei Horste angeboten hergerichtet worden. „Dass sie so schnell angenommen wurden, ist schon eine Überraschung.“

Weitere Neuansiedlungen gab es in Großenaspe (Immenhof) und Kisdorf. Beide allerdings ohne Bruterfolg. In Kisdorf wurde einer der Altstörche apathisch aufgefunden und in eine Tierklinik gebracht, erzählt Möckelmann. „Wie sich herausstellte, hatte er einen Schlüsselbeinbruch.“

Wiederangesiedelt wurden außerdem Horste in Bebensee (2 Junge), Sievershütten (3 Junge) und Weddelbrook (Redeker). „In Weddelbrook ist jedoch leider einer der Brutpartner in einem Güllebehälter ertrunken“, hat Möckelmann eine traurige Nachricht. Dort gab es entsprechend keinen Bruterfolg.

Insgesamt blieben sechs Storchenpaare ohne Bruterfolg. Neben Großenaspe (Immenhof), Kisdorf und Weddelbrook (Redeker) war auch die Brut in Kükels, Mözen und Seth (Friesenhof) nicht von Erfolg gekrönt.

Nilgänse kaperten Storchenhorst

Manche Horste blieben in diesem Jahr ganz leer, darunter Geschendorf und Seedorf. „Eigentlich sind Störche sehr horsttreu“, sagt Möckelmann. Deshalb sei es am wahrscheinlichsten, dass einem der Altstörche etwas zugestoßen ist. Endgültig zu klären sei die Ursache jedoch nicht.

In Sievershütten musste die örtliche Storchbetreuerin hart für den Standort des Storchenpaares kämpfen. „Nilgänse hatten das Nest besetzt“, berichtet Möckelmann. Jeden Tag sei die Frau zum Horst gekommen, um die Gänse zu vertreiben. Letztlich mit Erfolg. Allein hätten das die Vögel nicht geschafft, ist Möckelmann dankbar für diesen Einsatz und dem aller Storchbetreuuer im Kreis. „Nilgänse sind den Störchen überlegen.“ Die Vögel sind eigentlich in Afrika heimisch und wurden nach Europa eingeschleppt.

Aber auch die Störche selbst können Ärger machen. So machten Störche in Hartenholm und Struvenhütten auf sich aufmerksam, wo sie unter anderem Schäden an Autos verursachten. „Wenn sie sich im Lack oder der Scheibe Spiegel, vermuten die Störche einen Rivalen und hacken zu“, erklärt Möckelmann. Um dies zu verhindern, können Autos abgedeckt werden.

Zu den 35 wild lebenden Störchen kommen im Storchendorf Hitzhusen 34 zugefütterte Paare mit 65 Jungen und sieben Paare im Wildpark Eekholt, die 22 Junge groß gezogen haben.

Ab Sonnabend, 31. August, kehrt in die Gasträume des Markttreffs, dem Wiemersdorfer Gemeindehaus, wieder Leben ein. Seit April hatte sie leer gestanden. In ihrer jüngsten Sitzung stimmten die Gemeindevertreter einem Pachtvertrag mit dem neuen Wirtspaar Jan Hütter und Iwona Sydow aus Neumünster zu.

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