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Segeberg Vorsicht beim Tierkauf im Internet
Lokales Segeberg Vorsicht beim Tierkauf im Internet
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14:56 26.11.2019
Von Klaus-Ulrich Tödter
15 Hunde warten im Tierheim Henstedt-Ulzburg derzeit auf neue Besitzer. Darunter Mischling Sheyla, um die sich Tierheimleiterin Katja Vogel (links) gerade kümmert, sowie Chihuahua Rico auf dem Arm von Pflegerin Philine Bestehorn. Quelle: Klaus-Ulrich Tödter
Henstedt-Ulzburg

„Deshalb sollte unbedingt ein schriftlicher Vertrag aufgesetzt und das Tier vor der Übernahme erst einmal ein paar Tage zur Probe zu Hause beobachtet werden“, rät die Expertin.

Meist handele es sich bei den Käufern um solche Personen, die nicht viel Geld für ihren künftigen Hausgenossen ausgeben wollen und dann zum Beispiel bei Ebay fündig werden.

Beim Tierheim bekommt man gegen eine Schutzgebühr auch Tiere, die für einen ausgewachsenen Hund in der Regel 300 Euro beträgt. „Unsere Tiere sind alle geimpft, gechipt, entwurmt und entfloht“, sagt Vogel: „Aber wir geben zum Beispiel Welpen nicht an 75-jährige Interessenten ab.“

214 Fundtiere angenommen

Die Einrichtung beherbergt zurzeit 33 Katzen, 15 Hunde, 11 Kaninchen sowie sechs Vögel. Knapp 700 Tiere wurden im vergangenen Jahr vom Tierheim an neue Besitzer abgegeben, fast die identische Zahl aufgenommen. „Dabei handelt es sich um 214 Fund-, 362 Abgabe- und 95 Verwahrtiere“, führte Stefanie Schulze vom Verein Tierschutz Henstedt-Ulzburg, der das Tierheim betreibt, bei der jährlichen Sitzung des Zweckverbandes Fundtiere Segeberg-West aus.

In ihm haben sich die Kommunen Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen, Ellerau sowie die Ämter Kisdorf und Kaltenkirchen-Land zusammengeschlossen, um gemeinsam eine Unterbringungsmöglichkeit für herrenlose Tiere vorzuhalten. Dafür flossen 2018 rund 65000 Euro vom Verband an den Tierschutzverein. Obwohl die Summe 2020 auf knapp 70 000 Euro erhöht wird, kommt das Heim damit längst nicht aus.

„Um die 180 000 Euro sind nötig, obwohl wir die Kosten so gering wie möglich halten und viele Arbeiten ehrenamtlich ausführen“, sagt Katja Vogel. Die restlichen Mittel stammen aus den Beiträgen der rund 400 Mitglieder, Spenden, dem Erlös aus Veranstaltungen und der Vermittlung von Tieren. Für Projekte gibt es auch Fördermittel des Landes.

Als Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet

Im Tierheim sind acht Mitarbeiterinnen tätig, davon allerdings nur zwei in Vollzeit. „Unsere Auszubildende Philine Bestehorn aus Alveslohe schloss als eine der Besten ihres Jahrgangs ab und wurde als Vollzeitkraft übernommen“, freut sich Schatzmeisterin Schulze: „Und wir wurden als Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet.“

Ende des vergangenen Jahres wurden als Ersatz für die Container zwei Holzhäuser errichtet, die als Lager und für Kleintierquarantäne genutzt werden. Die Hühnerhaltung wurde aufgegeben. „Wir konnten sie einfach nicht richtig betreuen“, so Schulze.

Zwischenzeitlich wurden über 20 Legehennen aufgenommen, weil sie nicht vernünftig gehalten wurden. Einige stammen aus Niedersachen. Das gehört nicht zum Einzugsgebiet des Verbandes, der dann aber eine Sondergenehmigung für die Aufnahme erteilte. „Bis auf zwei Hennen und einen Zierhahn sind alle inzwischen vermittelt“, freut sich Stefanie Schulze.

Kleintieranlage soll erweitert werden

Dank einer Spende konnte eine Durchgangsschleuse vor den Katzenausgangsgehegen gebaut werden. Das verhindere, dass mögliche Krankheitserreger von Zwinger zu Zwinger geschleppt würden. „Mit zwei Durchbrüchen von zwei der Quarantänezwinger nach draußen und den neuen Zwingern dort konnten wir die Unterbringung in der Hundequarantäne optimieren“, führte Schulze weiter aus, die auch einen Ausblick gab.

So soll zum Beispiel der angedachte Gassigeherkurs nicht angelegt werden. „Der Bedarf und die Sinnhaftigkeit sind nicht gegeben.“ Stattdessen soll die Kleintieranlage erweitert werden. Schulze: „Die interne Planung läuft bereits. Wir prüfen gerade Umsetzungsmöglichkeiten und Kosten.“

Der Zweckverbandsvorsitzende, Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Stefan Bauer, sprach von „vorbildlicher Arbeit des Tierschutzes und hervorragender Zusammenarbeit“. Die gute Arbeit dort habe sich herumgesprochen.

Deshalb kämen auch Anfragen, Tiere nicht nur aus Hamburg oder Schleswig-Holstein aufzunehmen, sondern auch aus anderen Bundesländern. Doch das lehnte die Versammlung ab. Dass müsse die Ausnahme bleiben und sei nur wie bisher mit einer Sondergenehmigung zulässig, war die einhellige Meinung.

Einbrecher verschafften sich am Montagnachmittag, 25.11.2019, Zugang zu einer Wohnung in Henstedt-Ulzburg. Der oder die Täter kletterten über einen Balkon des Mehrfamilienhauses in der Bürgermeister-Steenbock-Straße. Die Polizei bittet um Hinweise.

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