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Segeberg Todesfelde erwirbt zweite Gaststätte
Lokales Segeberg Todesfelde erwirbt zweite Gaststätte
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20:59 06.02.2012
1kg ger Todesfelde Eiche Stiller Winkel FF-Haus 010
Todesfelde

Stellvertretend für die Gemeinde hatte Bürgermeister Carsten Wittern, begleitet von seinem Stellvertreter Karl-Heinz Ziegenbein, geboten. Der Betrag von 73000 Euro lag zwar weit unter dem Verkehrswert von 125000 Euro, den Rechtspfleger Klaus Wabnitz angesetzt hatte. Doch der Vertreter des Gläubigers, der Sparkasse Südholstein, stimmte dem Angebot zu.

Todesfelde nimmt das Geld aus der Rücklage. Die Gemeinde war der einzige Bieter für das Ensemble aus Gaststätte, vier Wohnungen und kleinen Hallen an der Dorfstraße 29. Einige Gebäudeteile stammen noch aus der Zeit vor 1900, manche waren später ohne Baugenehmigung errichtet worden. Dass die Schwarzbauten alsbald abgerissen werden müssen, erwarteten anwesende Rechtsvertreter in Gesprächen nach der Versteigerung nicht. Es sei selten, dass das Bauamt Abrisse verfüge, hieß es.

Was mit den Immobilien geschieht, ist noch nicht klar, sagten Wittern und Ziegenbein auf Nachfrage. Das soll nun in den Gremien beraten werden. Wichtig sei gewesen, sich das zentral gelegene Grundstück zu sichern. „Reine Vorsorge. Wir wollen dort mitgestalten können“, meinten Wittern und Ziegenbein. Möglicherweise werde auch Platz benötigt, wenn das benachbarte Feuerwehrhaus erweitert werden müsse.

Nicht gegangen sei es darum, lästige Konkurrenz für die benachbarte und ebenfalls gemeindeeigene Gaststätte „Eiche“ aus dem Weg zu räumen. Sie hatte die Gemeinde 1984 erworben, um sie nach einem Brand wieder aufzubauen. Die Geschichte der Gaststätte geht bis auf das Jahr 1899 zurück, als zum Bau der Kirche die damaligen Besitzer ihre Bäckerei zum Gasthof umgewandelt hatten.

Ob Wirt Hans-Peter Sicora im benachbarten „Stillen Winkel“ weiterhin Bier ausschenken darf, ließen Wittern und Ziegenbein offen. Die Immobilie hatte Vater Hans Sicora Anfang der 1950er erworben und später darin eine Kneipe eröffnet. Ihre Blütezeit erlebte sie damals, weil dort eine Jukebox mit moderner Musik stand, die einzige weit und breit. 1980 hatte Hans-Peter Sicora den Betrieb übernommen. Unklar blieb auch, was mit den Mietern geschieht, die in drei der vier Wohnungen leben.

Das Gebäudeensemble am „Stillen Winkel“ war im Juni 2010 vom Amtsgericht beschlagnahmt worden. Zur Zwangsversteigerung war es gekommen, weil offenbar Schulden nicht zurückgezahlt wurden. Allein die Sparkasse Südholstein hatte Forderungen von ursprünglich rund 240000 Euro in den Büchern.

Feuerwehrmann zu sein, ist an sich schon kein Zuckerschlecken – aber wenn dann auch noch die Hydranten die Mitarbeit verweigern, wird die Sache wirklich stressig. Mit lodernden Flammen und extremer Kälte hatten die Kameraden am Freitag Abend beim Brand einer Lagerhalle am Asternweg zu kämpfen. Der Schaden wird von der Polizei auf über 100000 Euro geschätzt. Die Kripo Segeberg hat das Gelände beschlagnahmt und nimmt Ermittlungen auf.

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