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Segeberg 100 Trecker bei James Bond auf dem Acker
Lokales Segeberg 100 Trecker bei James Bond auf dem Acker
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13:48 25.08.2019
Von Harald Becker
Kino auf dem Acker mit dem Trecker als Kinositz. Das kam gut an in Leezen. In ein paar Tagen gibt es das nächste Treckerkino im Kreis Segeberg. Quelle: Harald Becker
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Leezen

Vom schnellen JCB-Traktor – „mein Trecker ist mit 70 km/h-Spitzengeschwindigkeit, der Schnellste“, verkündete Kristian Draeger aus Kükels – über Oldie-Traktoren bis hin zu Aufsitz-Rasenmäher fanden sich die sehenswerten landwirtschaftliche Gefährte ein in Leezen zum Treckerkino am Sonnabend. Gleich 15 Trecker aus Rickling-Fehrenbötel wurden dabei auf dem Feld gezählt.

Zum Kinoabend geladen hatte das Saatgut-Unternehmen Euralis aus Norderstedt, um die kürzlich zugelassene Maissorte „ES Bond“ zu bewerben. „Da lag es natürlich nahe, auf unser Produkt mit einem James Bond-Film hinzuweisen“, erklärte Nina Becker, Pressesprecherin von Euralis.

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Strandkorb auf dem Trecker als Kinosessel

Heino Togert, Leezener Urgestein und Regionalleiter des Unternehmens hatte sich um den Standort des Events gekümmert. Landwirt Uwe Teegen erklärte sich bereit, eine gerade abgeerntete Ackerfläche dafür zur Verfügung zu stellen. So konnten die Treckerfahrer unter freiem Himmel James Bond auf der Leinwand sehen.

Manche Zuschauer sind dabei richtig kreativ geworden. In einem Strandkorb, der auf einem Trecker-Hänger montiert war, ließ sich Leezens Bürgermeister Ulrich Schulz von seinem Feuerwehrkameraden Manuel Hamdorf kutschieren. „Zuerst wollte Ulrich nicht mitkommen. Die Aussicht auf einen Platz im Strandkorb überzeugte ihn dann“, erzählte Hamdorf.

Landwirt Klaus Hauschildt aus Kükels kam nicht mit dem Trecker, sondern mit dem Fahrrad: „Meine Maschinen sind noch im Ernte-Einsatz“, begründete er. „Das Treffen mit vielen Freunden und Bekannten wollte ich mir jedoch nicht entgehen lassen.“ Er war nicht der einzige Kinogast, der auf zwei Rädern oder zu Fuß zum Acker gekommen war.

Treckerschau im Ackerkino

Auch der Leezener Landwirt und Jäger Klaus Stolten freute sich auf den ungewöhnlichen Kinoabend: „Treckerkino - eine tolle Idee. Hier kann man auch mal wieder alle Trecker-Varianten sehen, die man früher gefahren hat.“ Für Hans-Peter Beckmann hatte der laue Sommerabend eine ganz besondere Bedeutung: „Zum Treckerkino bin ich extra aus Bornhöved angereist, denn mein Massey Ferguson-Trecker wurde genau vor 60 Jahren zugelassen.“ 

Auf den Film wurde das Publikum von Heino Togert mit markigen Worten eingestimmt. Hinweise auf das neue Saatgut blieben da nicht aus, das für die Mitbewerber tödlich sei, scherzte Togert in Anlehnung an James Bond und dessen Lizenz zum Töten. Weniger am Saatgut als am Film dürfte das Publikum interessiert gewesen sein, das erst auf dem Acker erfuhr, welcher Bond-Streifen auf der Großleinwand gezeigt werden sollte, die auf einem Lkw angebracht war: „Casino Royale“ aus dem Jahr 2006 mit Daniel Craig in der Hauptrolle sorgte dann zweieinhalb Stunden lang für Spannung.

Ob der Marketing-Gag für die gerade neue Maissorte nochmals wiederholt wird, wollte Euralis-Sprecherin Nina Becker am Sonnabend nicht bestätigen. Den Schaulustigen auf dem Leezener Acker würde ein weiteres Treckerkino sicherlich gefallen. 

Nächstes Treckerkino in Sarau

Wer das Treckerkino in Leezen verpasst hat, oder nicht genug davon bekommen kann, hat am Sonnabend, 31. August, in Sarau noch eine Gelegenheit auf dem Acker einen Film zu schauen.

Gezeigt wird eine Komödie für die ganze Familie, mehr verrät Mitorganisator Heiko Rave noch nicht über den Film. Es ist der dritte Open-Air-Kinoabend dieser Art im Glasauer Ortsteil Sarau.

Einlass auf dem Kinoacker in Sarau am Ortsausgang Richtung Siblin ist ab 18 Uhr. Die Vorstellung beginnt um  20 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro für alle ab 14 Jahren, für jüngere Kinder ist der Film kostenlos.

Auch Nicht-Treckerfahrer sind willkommen. Parkplätze für Autos sind vorhanden, vor der Leinwand dürfen aber nur Trecker stehen. In den ersten Reihen gibt es Sitzgelegenheiten für alle anderen Gäste.

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