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Segeberg Immer weniger Autos mit Mängeln
Lokales Segeberg Immer weniger Autos mit Mängeln
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16:16 08.11.2018
Immer weniger gravierende Mängel. Christian Colhoun, Leiter der Kaltenkirchener Tüv-Station hat gute Nachrichten: „Über diese Entwicklung freuen wir uns wirklich sehr.“ Quelle: Georg Grommes
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Kaltenkirchen

Bei weiteren 12 Prozent hatten die Tüv-Sachverständigen auch nur Kleinigkeiten zu beanstanden. Am Ende bekamen also 71,5 Prozent aller Fahrzeuge sofort eine Tüv-Plakette mit zweijähriger Gültigkeit – ein positiver Trend, auch im gesamten Bereich des Tüv Nord, zu dem Kaltenkirchen zählt. Dort hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln schon zum fünften Mal hintereinander verringert.

In den Augen Colhouns ist diese stetige positive Einwicklung auch Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist.

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Im Klartext: Wenn der nächste Tüv-Termin bevorsteht, kümmert man sich schon mal eher um den technischen Zustand seines Autos. Vorsorgen ist auch in diesem Fall besser, als später von den Prüfern zur Reparatur in die Werkstatt geschickt zu werden. Colhoun: „Das dient ganz einfach der Sicherheit auf unseren Straßen.“

Mehr als ein Viertel mit Mängeln

Bei all den guten Nachrichten muss der Kaltenkirchener Stationsleiter allerdings auch einräumen, dass er und seine Mitarbeiter bei immerhin 28,5 Prozent aller geprüften Vehikel erhebliche Mängel feststellten. Die häufigsten davon fanden sich – wie schon in den Jahren zuvor – wieder im Bereich Licht und Elektrik. „Wir stellen immer wieder fest, dass die Beleuchtungsanlagen mitunter sehr stiefmütterlich behandelt werden,“ sagt Colhoun. Dabei sei die Kontrolle der Beleuchtung und deren Reparatur normalerweise relativ einfach zu bewerkstelligen.

Aber auch hier gibt es Hoffnung, denn die Quote der erheblichen Mängel beim Thema Licht und Elektrik ist erfreulicherweise ebenfalls erneut gesunken. „Daran haben bestimmt auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik, zum Beispiel LED, ihren Anteil“, meint der Stationsleiter.

Auf Platz 2 der festgestellten Mängel folgt die Umweltbelastung durch beispielsweise eine defekte Auspuffanlage oder Probleme mit der Abgasreinigung. Auf den weiteren Plätzen machen dann Achsen, Räder und Reifen, aber auch die Bremsen immer wieder Ärger.

Allerdings: Als völlig verkehrsunsicher wurde im vergangenen Jahr kein Auto eingestuft. „Elf Jahre“ sagt Colhoun, „haben die Pkw im Schnitt auf dem Buckel, dazu mehr als 128000 Kilometer auf dem Tacho.“

Von Georg Grommes

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