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Segeberg Über 200 Unterschriften gegen Abriss
Lokales Segeberg Über 200 Unterschriften gegen Abriss
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00:17 27.10.2013
Ganz so alt, wie bisher angenommen, ist das Haus der sozialen Dienste doch nicht. Heimathistoriker Jan-Uwe Schadendorf fand heraus, dass es vor rund 150 Jahren als Armenanstalt gebaut wurde, weil die Zahl der Armen im Kirchspiel so stark angewachsen war.
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Bad Bramstedt

„Ich hätte auch leicht 2000 zusammenbekommen können, wenn ich nicht krank gewesen wäre“, sagte Straten. Der Anlieger befürchtet, dass der Abbruch des alten Gebäudes den Charakter der unter Denkmalschutz stehenden Allee zerstören würde. Straten schlägt vor, wenigstens die Fassade stehen zu lassen und in den Bau der Kindertagesstätte zu integrieren. Kütbach lehnt das jedoch unter Verweis auf das Denkmalschutzamt ab. Das lasse das Vereinen von Altem und Neuem nicht zu. Außerdem sei der Grundriss ungeeignet für eine Kita.

 Straten befürchtet zudem, dass es in der Altonaer Straße zu erheblichen Parkplatzproblemen kommen wird, wenn die Kita ihren Betrieb aufnimmt. Kütbach verwies auf die Sitzung des Bauausschusses am Montag, 4. November. Dort werde auch dieses Problem erörtert.

 Eine längere Verzögerung möchte der Bürgermeister vermeiden, da hohe Fördermittel verfallen würden. Mit rund 650000 Euro Zuschuss kann die Stadt für den etwa 1,5 Millionen Euro teuren Neubau rechnen.

 Kütbach räumte ein, dass auch der Verbleib der im Haus der sozialen Dienste ansässigen Verbände noch nicht vollständig geklärt sei. Der Rathauschef erwägt zurzeit, Rotes Kreuz, Sozialverband Deutschland und die anderen Nutzer des Hauses im Familienbüro am Bleeck einzuquartieren. Es könnte frei werden, wenn das Familienbüro ins geplante Gesundheitszentrum zum Kirchenbleeck zieht. Für die kleine Kindertagesstätte des Kinderschutzbundes, der dort eine Vormittagsgruppe und einen Hort am Nachmittag betreibt, wird offenbar ein zumindest vorläufiger Umzug ins Kurgebiet in Räume des Klinikums erwogen. Straten sagte, dass Klinikum sei viel zu abgelegen, vor allem für die Hortkinder, die nach der Schule die Einrichtung besuchten.

 Außerdem verwies Straten darauf, dass Hilfesuchende im Haus der sozialen Dienste eine gewisse Anonymität genießen würden. An einem zentralen Platz in der Innenstadt wäre das nicht mehr gewährleistet.