VR-Banken zeichnen Norderstedter Manfred Thurau als Herzensmenschen aus
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Segeberg Der Herzensmensch vom SOS-Kinderdorf
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VR-Banken zeichnen Norderstedter Manfred Thurau als Herzensmenschen aus

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11:30 25.12.2020
Manfred Thurau vom Norderstedter SOS-Kinderdorf ist einer der "VR-Herzensmenschen" im Rahmen einer Aktion der Volks- und Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein. Quelle: Klaus-Ulrich Tödter
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Norderstedt

Erstmals wurden Bürger aus Schleswig-Holstein im Oktober im Rahmen der Aktion "VR-Herzensmenschen" ausgezeichnet, bei der Personen gewürdigt werden, die sich besonders sozial und gesellschaftlich engagieren. Ministerpräsident Daniel Günther hat dafür die Schirmherrschaft übernommen. Aus mehr als 200 Vorschlägen kürte eine Jury während der drei Monate insgesamt 35 Sieger. Einer davon, im Monat Dezember, ist der Diplom-Sozialpädagoge Manfred Thurau.

Der 62-Jährige, selbst kinderlos, arbeitet seit 25 Jahren für das SOS-Kinderdorf, wo er für die Öffentlichkeitsarbeit sowie für die Freizeitaktivitäten der Bewohner zuständig ist. Seit dieser Zeit trainiert er zum Beispiel die Fußballmannschaft der Einrichtung. Im Kinderdorf gibt es auch einen eigenen Ferienkeller, in dem Spielgeräte für die Ferienfreizeiten eingelagert sind. "Da muss immer was erneuert werden", so Thurau: "Und dafür kann mein Gewinn gut eingesetzt werden."

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Heimat für 74 Kinder

Im Norderstedter SOS-Kinderdorf am Henstedter Weg leben 74 Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis 18 Jahren dauerhaft. Dazu kommen noch rund 35 junge Leute wochentags ins Dorf, die sonst bei ihren Familien leben. Sie alle werden von 85 Mitarbeitern betreut, davon 50 Pädagogen.

Dort fing auch Manfred Thurau an. Deshalb weiß er genau, wovon er spricht, wenn er sagt: "Das Leben hier in ihren Kinderdorffamilien ist für die Bewohner viel besser als ihres zuvor." Die Jungen und Mädchen, die hier dauerhaft leben würden, seien vorher "einer existenziellen Gefährdung ausgesetzt gewesen". Sie hätten keinen strukturellen Alltag gekannt.

SOS-Kinderdorf gibt Geborgenheit

In der Einrichtung fühlten sie sich geborgen, "erkennen die Chance, hier leben zu können, und wollen deshalb auch nicht weg". Diese Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten, mache ihm viel Spaß. "Und es lohnt sich", so Thurau, der sich über die zahlreichen Spenden für die Einrichtung freut. "Sie bewirken viel Gutes."

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"Gerade in einem Jahr wie 2020 kommt es auf Menschen an, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Diesen Menschen wollten wir Danke sagen", erklärte Ulf Paetau von den Volks- und Raiffeisenbanken. Deshalb soll die Aktion zum Ende des kommenden Jahres fortgesetzt werden.

Von Klaus-Ulrich Toedter

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