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Segeberg Warnstreik am Klinikum für höhere Löhne
Lokales Segeberg Warnstreik am Klinikum für höhere Löhne
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15:30 25.07.2019
Von Einar Behn
Klinikum-Geschäftsführer Jens Ritter hat den Beschäftigten eine Gehaltssteigerung von 6,7 Prozent mit zweijähriger Laufzeit angeboten - zu wenig nach Ansicht der Gewerkschaft. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Im Klinikum Bad Bramstedt gilt seit Langem ein Haustarifvertrag. In den 1990er Jahren war die damalige Rheumaklinik in eine schwere wirtschaftliche Schieflage geraten. Sie verabschiedete sich deshalb aus dem Tarif für den Öffentlichen Dienst und schloss mit dem Betriebsrat einen Haustarifvertrag ab, der deutlich niedrigere Löhne vorsieht.

Imke Wriedt von Verdi nannte ein Beispiel. Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster bezahlt einer Berufseinsteigerin als Krankenpflegerin 2801 Euro im Monat, das entspricht dem Tarif für den Öffentlichen Dienst. Das Klinikum Bad Bramstedt bezahlt der Krankenpflegerin nur 2390 Euro. „Wir wollen wenigstens eine Annäherung durchsetzen“, erklärte die Gewerkschaftssprecherin.

Weniger Zuschüsse vom Land

Der Geschäftsführer des Klinikums, Jens Ritter, sieht das anders. Er hat in Abstimmung mit den Gesellschaftern, zu denen auch die Stadt Bad Bramstedt gehört, 6,7 Prozent für die nächsten zwei Jahre angeboten. In einer Mitarbeiterversammlung erläuterte er am Donnerstag die Position des Klinikums. Anders als das FEK sei die Bad Bramstedter Einrichtung sowohl Akutkrankenhaus als auch Rehaklinik. „Für den Rehabereich bekommen wir keine Investitionszuschüsse vom Land“, so Ritter zur Segeberger Zeitung. Und auch im Akutbettenbereich gebe es Abschläge, weil das Klinikum kein Notfallkrankenhaus ist. „Außerdem trägt das Klinikum noch immer viele Altlasten mit sich herum“, so Ritter. Wenn die Löhne nach dem Öffentlichen-Dienst-Tarif gezahlt würden, „sind wir wieder da wo wir damals waren.“

Patienten werden versorgt

Verdi hat zu einem zwölfstündigen Warnstreik aufgerufen, von 8 bis 20 Uhr. „Die Versorgung der Patienten bleibt aber gewährleistet“, versicherte Verdi-Sprecherin Wriedt. Um 10.30 Uhr soll sich dann ein Demonstrationszug zur Innenstadt bewegen. Wriedt rechnet mit 100 bis 150 Teilnehmern. Nach dem Haustarifvertrag sind gut 300 Mitarbeiter in der Pflege, Verwaltung, Labor und Therapie beschäftigt. Nicht einbezogen sind die Ärzte – sie haben einen eingenen Tarifvertrag – und die Servicekräfte in Küche und Hauspflege. Diese sind in einer Tochtergesellschaft angestellt.

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