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Segeberg Harmbrücke wird 2019 endlich gebaut
Lokales Segeberg Harmbrücke wird 2019 endlich gebaut
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19:09 04.05.2019
Von Einar Behn
Hier war bis Mai 2015 die Ernst-Friedrich-Harm-Brücke. Sie musste nach einem Hochwasser damals abgerissen werden, der Fußweg ist seitdem unterbrochen. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Bürgermeisterin Verena Jeske berichtete, dass die Brücke ebenso wie das Feuerwehrhaus als dringliche Maßnahme vom Innenministerium anerkannt wurde und damit vorzeitig gebaut werden können. Über alle anderen Wünsche wird erst dann entschieden, wenn die Stadt ein Vorsorgekonzept vorgelegt hat. Das wird zurzeit von zwei Stadtplanungsbüros Stadt erarbeitet.

Jeske sagte, durch das Konzept soll Bad Bramstedt insgesamt attraktiver werden, auch für die umliegenden Gemeinden. Sie rechnet damit, dass es im Februar 2020 vorliegen wird. „Wir wollen auch die Bürger mit einbeziehen. Zwei Bürgeranhörungen sind deshalb geplant, eine in der ersten und eine in der zweiten Jahreshälfte.

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Kosten bis 400.000 Euro erwartet

Wegen der anerkannten Dringlichkeit kann aber die Brücke, die zu einem Fußweg zwischen Altonaer Straße und Sommerland gehört, auch ohne das Konzept gebaut werden. Die Städtebauförderung sieht eine Drittel-Finanzierung aus Bund, Land und Gemeinde vor. Billig wird es für die Stadt trotzdem nicht. „Wir können nicht einfach einen Zimmermann beauftragen, der uns eine Holzbrücke baut“, sagt Jeske. Eine Reihe von Auflagen zum Ufer- und Gewässerschutz sei zu beachten. Die Bürgermeisterin rechnet mit Kosten zwischen 350.000 und 400.000 Euro.

Bereits 2016 hatte es Pläne mit einem ähnlichen Kostenvolumen gegeben. Der Kreis Segeberg verlangte ein 24 Meter langes Bauwerk über den allenfalls fünf Meter breiten Fluss, um das Ufer zu schützen.  Die Stadtverordneten stellten das Projekt darauf hin zurück - bis heute.

Schlosswiese zurückgestellt

In das zweite vordringliche Projekt, der Bau eines neuen Feuerwehrhauses, kommt offenbar auch Bewegung. Bisher war der Neubau an einem fehlenden Baugrundstück gescheitert. Offenbar hat die Stadt aber eines in Aussicht. Einzelheiten will Bürgermeisterin Jeske im Juni bekannt geben. Gestrichen für dieses Jahr ist dagegen die Neugestaltung der Schlosswiese. Jeske will auch diese durch Städtebaufördermittel bezahlen, was aber erst nach Vorliegen des Daseinsvorsorgekonzeptes möglich sein wird.

Nicole Scholmann 04.05.2019
Einar Behn 04.05.2019
Michael Stamp 03.05.2019