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Segeberg Zweiräder hart am Limit
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15:08 11.08.2019
Runde um Runde brachten die Mofafahrer hinter sich und fuhren um den Sieg. Quelle: Susanne Nähr
Henstedt-Ulzburg/Wakendorf II

Auf der Wiese von Landwirt Volker Gülk konnte geparkt werden, dann ging es zu Fuß einen Feldweg hinunter und wieder ein bisschen hinauf zur Rennstrecke auf einem Stoppelfeld, das Familie Schröder dem ausrichtenden Verein Alstermotoren Wakendorf zur Verfügung gestellt hatte. 500 Meter lang war der anspruchsvolle Parcours mit vielen engen Kurven.

Das schnellste Mofa wurde gesucht

Was vor zwölf Jahren mit einer Wette begann, fand in diesem Jahr zum vierten Mal offiziell statt: Wer hat das schnellste Mofa? Kai Schnoor vom Verein Alstermotoren: „Wir sind ein lustiger Haufen, alles Leute, die früher schon Mofa gefahren sind und getunt haben. Hier dürfen sie das auch.“ Das Rennen geht über 111 Minuten, wer in dieser Zeit die meisten Runden gedreht hat, ist Sieger oder Siegerin. Es gab 25 Starter, davon zwei Teams. Drei Frauen fuhren mit. Das Team „Susis Schnitten“ sind Finja Maschmann und Lea Steinfels auf ihrer Honda PX-L und Stephanie Bruhns, die im vergangenen Jahr als Zuschauerin bei den 111 Minuten von Götzberg dabei war und spontan beschloss, in diesem Jahr selbst zu fahren. Immerhin kam sie als 14. von 20 Teilnehmern ins Ziel und sieht sich selbstbewusst als heimliche Siegerin.

Ankommen ist für viele Teilnehmer das Ziel des Tages

Anderen ging es in erster Linie darum dabei zu sein und anzukommen. Das gelang Thomas Heacks aus Kattendorf, der mit seiner Original-Hercules Prima 2S startete. Während seine Mitfahrer, die zwar einige mit T-Shirt, aber alle mit Rennfahrerhosen und -Stiefeln und Integralhelm bekleidet waren, trug er einen Nadelstreifenanzug und Turnschuhe. Immerhin schaffte er 13 Runden und landete auf Platz 17. Sieger wurde Tim Pagels aus Wakendorf II mit 75 Runden, vor Moritz Reichardt mit 71 und dem Vorjahressieger André Adomeit mit 66 Runden.

Regen führte fast zum Rennabbruch

Zunächst stand das Rennen unter keinem guten Stern. Während beim Beginn der Veranstaltung noch die Sonne schien, zogen zum Qualifying gegen 15.30 Uhr dunkle Wolken auf und es begann zu stürmen. Kurz darauf ging ein Starkregen herab. „Das war der Moment, als wir befürchteten, das Rennen abblasen zu müssen“, sagt Timo Steffen, der Vorsitzende der Alstermotoren Wakendorf. Eine Stunde später lachte aber wieder die Sonne, und Fahrer wie die 250 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Der Regen hatte den Boden aufgeweicht und rutschig gemacht, aber das erhöhte nur den Anspruch an die Fahrer.

Jede Altersgruppe war vertreten

Ab 18 Uhr drehten sie Runde um Runde, während das Publikum am Rand der Strecke das Rennen verfolgte. Als gegen 19 Uhr erneut einige Tropfen fielen, wies Kommentator Max Brandt darauf hin, dass dies doch ein günstiger Zeitpunkt sei, sich zu stärken. „Im Prinzip ist das hier ein Dorffest,“ sagte er und tatsächlich schien hier jeder jeden zu kennen. Vom Baby bis zum älteren Herren war jede Altersgruppe vertreten, wer nicht das Rennen verfolgte, hielt einen Klönschnack ab. Volker Gülk, der seine Wiese als Parkplatz zur Verfügung gestellt hatte, fasste kurz zusammen: „Ein paar Jungs finden sich zusammen, und dann geht es los. Landleben eben.“

Von Susanne Nähr

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