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Segeberg Darum wird die A7 noch häufiger gesperrt
Lokales Segeberg Darum wird die A7 noch häufiger gesperrt
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14:50 24.09.2019
Von Einar Behn
Vom Hubschrauber aus wurden die Vogelmarker ausgetauscht. Aus Sicherheitsgründen musste die A7 dafür voll gesperrt werden. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Die sogenannten Vogelschutzmarker müssen an der kV-380-Leitung erneuert werden. Sie sind alle 50 Meter an den beiden geerdeten Leitungen angebracht, die oberhalb der stromführenden Kabel in rund 40 Meter Höhe verlaufen. Es handelt sich dabei schwarz-weiße Kunststofflamellen, die im Wind flattern und so die Vögel fernhalten.

„Die stromführenden Kabel sind zu Viererbündeln zusammengefasst und deshalb dicker als die beiden Erdkabel. Diese dünnen Leitungen können die Vögel möglicherweise nicht sehen und würden ohne die Marker dagegen fliegen“, erklärte Tennet-Sprecher Mathias Fischer.

Vogelschutzmarker müssen auf 70 Kilometern erneuert werden

Sämtliche Vogelschutzmarker müssen auf einer Länge von 70 Kilometern zwischen Hamburg und Audorf erneuert werden. Ganz geklärt ist offenbar noch nicht, wer für die Kosten aufkommt.

Tennet will den Hersteller dafür in Regress nehmen, weil die Vogelschutzmarker nicht den gewünschten Anforderungen entsprechen. Es ist offenbar nicht auszuschließen, dass sie herunterfallen. Die kV-380-Leitung war erst 2017 gebaut worden. 

Austausch der Vogelschutzmarker erfordert Sperrung

Auf dem Abschnitt zwischen Kaltenkirchen und Bad Bramstedt kreuzt die Hochspannungsleitung mehrmals die Autobahn oder verläuft direkt parallel zu ihr. „Aus Sicherheitsgründen mussten wir die Autobahn sperren lassen“, so Fischer. Es könne nicht gewährleistet werden, dass etwas herabfällt. Zwei

Männer vom Freileitungsbau-Unternehmen CTeam standen im Korb unter dem Helikopter und wechselten die Lamellen aus. Die Arbeit konnte wegen Nebels erst eine Stunde später beginnen als geplant, ging dann aber zügig bei fast vollkommener Windstille voran.

Auf die Sperrung am Mittwoch folgen weitere Sperrungen

Am Mittwoch geht es in umgekehrter Richtung weiter. Dann ist das andere Erdkabel an der Reihe. Um die Stromversorgung nicht zu unterbrechen und die Männer im Korb nicht zu gefährden, werden jeweils nur auf einer Seite der Masten die Leitungen abgeschaltet. 

Fischer sagte, dass die Autobahn voraussichtlich noch zweimal zwischen Kaltenkirchen und Hamburg gesperrt werden muss. Wann, sei aber noch nicht absehbar. 

A7-Sperrung führte zu Stau auf Umleitungsstrecke

Die Autofahrer wurden am Dienstag auf eine Geduldsprobe gestellt. In nördlicher Richtung war die Autobahn von Kaltenkirchen bis Bad Bramstedt gesperrt, in südlicher von Bad Bramstedt bis Henstedt-Ulzburg. Der Grund für den größeren Abschnitt in südlicher Richtung ist, dass die Hochspannungsleitung in Kaltenkirchen über die westliche Anschlussstelle verläuft und der Hubschrauber deshalb auch über dem Zubringer im Einsatz war.

Laut Autobahnpolizei Neumünster baute sich auf der A7 schon kurz nach der Sperrung um 9 Uhr in südlicher Richtung ein Stau von rund fünf Kilometern auf, in umgekehrter Richtung war er sieben Kilometer lang. Geduld war aber vor allem auf der Umleitungsstrecke gefragt, die durch Bad Bramstedt und, in südlicher Richtung, durch Kaltenkirchen führte.

Auf der Bundesstraße 4 zwischen Bad Bramstedt und Lentföhrden und auf der Landesstraße 320 zwischen Lentföhrden und Kaltenkirchen und weiter nach Henstedt-Ulzburg kam es in beiden Richtungen zu erheblichen Staus.

Die Polizei empfahl den Autofahrern den Bereich weiträumig über die A21 zu umfahren. Gegen 15 Uhr wurden die Arbeiten beendet, um den Berufsverkehr nicht zu beeinträchtigen. Auch am Mittwoch wird die Autobahn von 9 bis 15 Uhr gesperrt sein.

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