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Segeberg Mann mit 3,59 Promille verletzt Polizist
Lokales Segeberg Mann mit 3,59 Promille verletzt Polizist
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13:48 03.02.2020
Von Michael Stamp
Bei einer Routine-Kontrolle in Bad Segeberg trug ein Polizist Verletzungen davon. Quelle: pixabay
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Bad Segeberg

Zunächst hatte alles nach einem ruhigen Nachtdienst und einer Kleinigkeit ausgesehen. In der Nacht zu Sonntag war eine Polizeistreife in der Innenstadt von Bad Segeberg unterwegs. Gegen 1 Uhr bemerkten die Gesetzeshüter in der Nähe des Marktplatzes einen Radfahrer, der trotz der nächtlichen Stunde an seinem Drahtesel kein Licht eingeschaltet hatte. Sie beschlossen, der Angelegenheit nachzugehen.

Radfahrer wollte zu Fuß flüchten

Es erwies sich bei dieser Gelegenheit, dass auch Radfahrer gut "getankt" haben können. Die Polizisten forderten den Mann zu einem Atemalkoholtest auf - und solch ein Ergebnis kommt im Polizeialltag nicht allzu häufig vor: 3,59 Promille. Solch einen Wert erreichen in der Regel aber nur Menschen, die den Genuss großer Alkoholmengen gewohnt sind. Die meisten Zeitgenossen wären schon bei einem Bruchteil dieser Menge nicht mehr in der Lage, ihr Fahrrad zu finden geschweige denn darauf zu radeln.

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Der 36-Jährige war allerdings noch vergleichsweise fit - und er beschloss, sich der für ihn unguten Situation durch Flucht zu entziehen. Dafür nutzte er allerdings nicht seinen Drahtesel, sondern wetzte zu Fuß darauf los. Sein Problem: Die Beamten waren schneller. Ein 22-jähriger Polizist konnte ihn nach kurzer Verfolgung stellen. "Hierbei gingen beide zu Boden", schildert Silke Westphal. "Der Polizist verletzte sich so stark an den Knien, dass er nach dem Einsatz seinen Dienst abbrechen musste." Bis auf Weiteres kann der Beamte ausschließlich im Innendienst am Schreibtisch eingesetzt werden.

Kopfnüsse und Fußtritte im Streifenwagen

Der Radfahrer wurde auf die Bad Segeberger Wache an der Dorfstraße gebracht, damit ihm ein herbeigerufener Arzt dort eine Blutprobe abnehmen konnte. Doch der schwer betrunkene Wüterich dachte gar nicht daran, sich von einem Mediziner pieksen zu lassen oder die Nacht fürderhin in einer großflächig gekachelten Gewahrsamszelle zu verbringen. Der 36-Jährige attackierte die Polizeibeamten noch während der Fahrt im Streifenwagen. Seine Versuche, die Ordnungshüter durch Kopfnüsse und Fußtritte zu verletzen, schlugen jedoch fehl.

Das dicke Ende in juristischer Hinsicht wird für ihn nun noch kommen, wie Polizeisprecherin Silke Westphal deutlich macht: "Er muss sich jetzt in einem Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten." Bei dieser Gelegenheit wird auch geklärt, ob der Mann einen Führerschein besitzt. Den „Lappen“ kann er verlieren. Bei Ausfallerscheinigungen auf dem Fahrrad reichen dafür schon 0,3 Promille; ab 1,6 Promille reicht der reine Alkoholwert.

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