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Segeberg "Nach Wacken ist vor Werner"
Lokales Segeberg "Nach Wacken ist vor Werner"
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09:59 17.08.2019
Von Sylvana Lublow
Wacken steckt zwar noch in den Knochen, aber Bastian Orthman ist als „Head of Werner“ schon voll und ganz mit den Vorbereitungen fürs nächste Festival beschäftigt. Quelle: Sylvana Lublow
Hasenmoor

„Noch bis zum 23. August ist hier Flugbetrieb“, erklärt Bastian Orthmann, Projektleiter des Musik- und Motorsport-Festivals. Orthmann arbeitet für die ICS Festival Service GmbH, die auch das „Wacken Open Air“ veranstaltet. Und das ist gerade einmal drei Wochen her. „Nach Wacken ist vor Werner“, sagt Orthmann, der immer noch mit dem Schlafmangel zu kämpfen hat: „Ich behalte lieber meine Sonnenbrille auf.“

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900 Mobiltoiletten werden aufgebaut

Auch wenn Wacken noch in den Knochen steckt, ist in Hasenmoor schon alles auf Werner eingestellt. „Tatsächlich benutzen wir hier viel Material von Wacken“, sagt Orthmann. 200 Lkw fahren das Material an. Das erste große Zelt steht bereits. Container werden nach und nach angefahren. 57 werden es am Ende sein. „Die werden genutzt für die Produktion, die Behörden, Sponsoren, Rennleitung oder die Kommentatoren“, zählt Orthmann auf. Außerdem werden im Laufe der kommenden Tage noch 900 Mobiltoiletten und vier Dusch- und WC-Camps auf dem 170 Hektar großen Gelände verteilt. Da das Areal südlich der Bundesstraße in diesem Jahr nicht wieder mit genutzt wird, sind es nur 45 Kilometer Bauzaun statt 52, die aufgebaut werden müssen. Von den 170 Hektar werden allein 120 für den Camping- und Parkbereich genutzt. Das Festival-Infield, mit Bühnen, Motorsportstrecken und Produktionsbereich ist rund 40 Hektar groß. Hinzu kommen noch mal 10 Hektar für das Fahrerlager der Teilnehmer.

Aufbau der drei Bühnen dauert vier Tage

Die erste Amtshandlung auf dem Gelände erfolgte bereits im Juli: Die Hügel für die Motocross-Strecken wurden aufgeschüttet. „Die brauchen eine Weile, um sich zu setzen“, erklärt der Projektleiter. Auch alle Hangar des Flugplatzes werden genutzt, zum Beispiel für Künstler-Garderoben, Produktionsbüro oder DRK-Unterkünfte. Der Aufbau der drei Bühnen (Kesseldrum, Dezibel Bühne und Röhricht Werkstatt) kann allerdings erst ab 24. August starten, weil dann der Flugbetrieb eingestellt wird. Der Aufbau wird vier Tage dauern. Arbeiten gerade erst 20 bis 25 Männer am Aufbau mit, werden laut Orthmann während des Festivals rund 3000 Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz sein. „Insgesamt sind wir alle etwas entspannter, wir haben aus dem letzten Jahr dazu gelernt.“

25000 Camper und 12500 Tagesgäste erwartet

Laut Ticket-Verkaufsstand erwarten die Veranstalter zum jetzigen Zeitpunkt 25.000 Besucher für die vollen vier Tage, die also auch vor Ort campen werden. Zusätzlich sind bereits rund 12.500 Tageskarten für den Sonnabend verkauft worden. Tagestickets gab es im letzten Jahr übrigens noch nicht.

Neun Monate für Sicherheitskonzept

Bei zeitweise knapp 40.000 Besuchern ist eines natürlich besonders wichtig: die Sicherheit. Zuständig dafür ist Veranstaltungsleiter Marten Pauls. Seine Vorbereitung auf das Werner-Rennen hat schon viel früher begonnen: „Die Planung des Sicherheitskonzeptes beginnt etwa neun Monate vor der Veranstaltung. Es ist ein konstanter Prozess mit vier bis fünf Behördensitzungen, in die jeweils bis zu 20 Fachbehörden eingebunden sind“, erklärt er. Allein 15 Zufahrten und Zugänge müssen während der Veranstaltung bewacht werden. 600 Sicherheitsleute und Ordner, täglich 80 Polizisten und 30 Feuerwehrleute sollen für Recht und Ordnung sorgen.

Ganz neu: ein Speed Treck

Insgesamt gibt es fünf Rennstrecken, eine mehr als im letzten Jahr: den Dirt Track, den Flat Track, den Drag Strip, den Fun Track und, ganz neu, den Speed Track. In der großen Klasse der Unicycles sind alle Weltmeister der letzten 15 Jahre am Start. Auf dem Drag Race werden über eine Achtelmeile (201,17 Meter) die Beschleunigungsrennen ausgetragen. So auch das Hauptrennen zwischen Brösels-Bruder Andi Feldmann und Kultauswanderer Konny Reimann am Festival-Sonnabend. In diesem Jahr verfügt die Strecke außerdem über eine längere Auslaufzone, so dass auch PS-stärkere Fahrzeuge an den Wettkämpfen teilnehmen können.

Es kesselt auf drei Bühnen: Diese Musiker kommen zu Werner

Donnerstag, 29. August: Kärbholz, Eisbrecher, Mustangs of Fire, V4A, Reis Against The Spülmachine, Feuerwehrmusikzug Hartenholm, Die Andersons, Elbrebellen, Extrabreit
Freitag, 30. August: Mia Julia, Kim Wilde, The Boss Hoss, SCOOTER, JedermannTheraPie, Die Muskelschweine, Bluheiß, 5th Avenue, V.E.R.S.U.S., Björn Paulsen, Die Andersons, The Klempins, Eat the Gun, Thundermother, The O’Reilley’s and The Paddy Hats, Motörizer, Skyline
Sonnabend, 31. August: Lotto King Karl, In Extremo, Böhse Onkelz, Devil’s Breakfast, Die Denkedrans, Mutz & The Blackeyed Banditz, Abschlach, Horst with No Name Orchestra, Chiffre, Björn Paulsen, The Coast Guards, The Waltons, Crossplane, Nitrogods, Motorjesus, Skyline, The Bones
Sonntag, 1. September: Fastlane Greasers, Mutz & The Blackeyed Banditz, Nordhelden, Björn Paulsen

Die Vorbereitungen zum großen Musik- und Motorsport-Festival laufen auf Hochtouren

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