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Segeberg WZV trennt sich von seinem Chef
Lokales Segeberg WZV trennt sich von seinem Chef
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18:11 27.03.2018
Foto: Das Tischtuch ist zerschnitten zwischen WZV-Chef Jens Kretschmer (von links) und den Hauptausschussmitgliedern Hans-Jürgen Kütbach und Gerd Lentföhr, ganz rechts WZV-Justiziar Nis Nissen.
Das Tischtuch ist zerschnitten zwischen WZV-Chef Jens Kretschmer (von links) und den Hauptausschussmitgliedern Hans-Jürgen Kütbach und Gerd Lentföhr, ganz rechts WZV-Justiziar Nis Nissen. Quelle: Petra Stöver
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Bad Segeberg

Wieso das Vertrauensverhältnis so nachhaltig gestört ist, wird aber nicht näher begründet. Ziel sei eine einvernehmliche Lösung. Kretschmer bekräftigt hingegen seinen Willen, „gern“ als Chef des kommunalen Entsorgungsunternehmens weiterarbeiten zu wollen.

„Der Hauptausschuss hat heute beschlossen, Herrn Kretschmer von seinen betrieblichen Aufgaben zu entbinden mit dem Ziel eine einvernehmliche Lösung zu finden“, sagt Gerd Lentföhr am Dienstag bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Er ist ehrenamtlicher Bürgermeister in Seedorf und leitet den WZV-Hauptausschuss, vertritt also den Arbeitgeber. „Unüberbrückbare Dissonanzen“ hätten eine weitere Zusammenarbeit unmöglich gemacht. Der Hauptausschuss habe die Freistellung einseitig ausgesprochen, sie gilt unverzüglich und bis auf weiteres.

Häufung von Meinungsverschiedenheiten

Sein Stellvertreter Hans-Jürgen Kütbach, hauptamtlicher Bürgermeister in Bad Bramstedt, spricht von einer „Häufung von Meinungsverschiedenheiten insbesondere in den letzten zwei Jahren, die unser Vertrauen so tief erschüttert haben, dass wir nicht weitermachen wollten“. Es gehe um mehr als nur gestörte Kommunikation, aber nicht um strafbare Handlungen. Die Entscheidung sei über Monate gereift.

Kommt es zu keiner Einigung, droht dem WZV eine noch nie dagewesene Prozedur. Zwei Mal im zeitlichen Abstand eines Monats müssten zwei Drittel der 105 Mitglieder einer Abberufung Kretschmers zustimmen. „Ein Verfahren, das wir uns nicht wünschen“, so Kütbach.

Den Betrieb leiten vorerst Gerd Lentföhr und WZV-Justiziar Nis Nissen. Der Geschäftsbetrieb soll „normal weiter laufen“, versprechen sie.

Von Petra Stoever

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