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Segeberg Zwei Schafe wurden gerissen
Lokales Segeberg Zwei Schafe wurden gerissen
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21:42 16.05.2019
Von Gerrit Sponholz
Zwei Schafe wurden an den Klärteichen Heiderfeld (Leezen bei Bad Segeberg) gerissen. Entdeckt wurden sie am Donnerstag. Die Tiere weiden auf den Feldern rings um die fünf Klärteiche. Quelle: Florian Hoop
Heiderfeld

Die Ergebnisse werden in etwa zwei Wochen erwartet.

Die Tiere sind übel zugerichtet worden. Das dokumentieren Fotos. Sohn Florian Hoop, Gemeindevertreter in Neversdorf, ist erschrocken. „Das hat sich nur 300 Meter vom nächsten Haus entfernt zugetragen.“

Schafe pflegen Dämme an Klärteichen

Seine Familie halte seit mehreren Jahrzehnten dort Schafe. Sie pflegten das Gelände, festigen durch das Betreten die Dämme an den fünf Klärteichen. 

Drei Alttiere hielt er dort sowie sechs Lämmer. Die überlebenden Tieren hat Florian Hoop sofort heruntergeholt. Er schaltete den Wolfsbetreuer des Landes ein.

Der „Koordinator Wolfsbetreuung Schleswig-Holstein“ ist Jens Matzen. Er hat sich des Falles bereits angenommen. „Beide Tierkörper werden untersucht, einer geht in die Pathologie.“

Speichelreste sollen Aufschluss geben

Geprüft werden auch Speichelreste, die genetische Spuren enthalten könnten von dem Tier, das die Schafe gerissen hat. In etwa zwei Wochen werde feststehen, ob sich um einen Wolf gehandelt habe und woher er abstamme, sagt Matzen

Das Klärteichgelände ist eingezäunt, aber nur einen Meter hoch. „Das ist zu niedrig“, sagt Matzen. 1,40 Meter hoch müsste er schon sein, und dann ein untergrabsicherer Zaun. Wenn er niedriger sei, müsse zumindest eine Stromlitze über dem Zaun angebracht sein, um den Wolf vom Überspringen abzuhalten. 

Bislang nur Wölfin bekannt, die Rehe bevorzugt

Ist es ein Wolf gewesen, würde dies die Experten überraschen. Denn im Kreis Segeberg hat er sich bislang rar gemacht. Einzig eine Wölfin ist unterwegs, meist im Raum Heidmühlen und Segeberger Forst, also im nördlichen Teil des Kreises Segeberg. Heiderfeld liegt aber in der südlichen Mitte des Kreisgebietes. 

„Die Wölfin bevorzugt Reh und Damwild“, sagt Martin Schmidt, Pressesprecher des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Landesweit betrachtet allerdings sei ein Riss durch einen Wolf mittlerweile nichts Besonderes mehr. Er wies nochmals darauf hin, dass bei solchen Zwischenfällen stets die Hotline 0174/6330335 angerufen werden sollte. 

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