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Segeberg Warum die Kirche nicht verkaufen will
Lokales Segeberg Warum die Kirche nicht verkaufen will
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06:00 20.02.2019
Von Einar Behn
Der Wendehammer der Straße „Am Badesteig“ soll vergrößert werden. Dazu benötigt die Stadt einen Teil vom Grundstück des Pastorats (weißes Gebäude).  Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Die Kirchengemeinde besitzt am Wendehammer ein Grundstück auf dem ein Pastorat steht. Bereits seit 2002 steht die kleine Sackgasse, die zum Freibad führt, auf dem Sanierungsplan der Stadt. Wegen Geldmangel wurde der Ausbau immer wieder verschoben. Für 2019 ist die Straße wieder ins Straßenbauprogramm aufgenommen worden. 220.000 Euro sind dafür eingeplant.

480 Euro sollte die Kirche bekommen

In der vorvergangenen Woche hatte Frank Duwe vom städtischen Bauamt berichtet, dass es erneut Probleme mit dem Straßenausbau gebe, weil die Kirche nichts von ihrem Grundstück abgeben will. Das sei aber nötig, um den Wendehammer zu vergrößern.

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Dörksen sagt dazu: „Wir wurden in ein kleines Besprechungszimmer im Bauamt gebeten. Dort wurden uns 12 Euro pro Quadratmeter angeboten.“ Bis zu 40 Quadratmeter benötige die Stadt. Die Kirche hätte also einen Verkaufspreis von 480 Euro erzielt. „Wir haben dann gefragt, welche Straßenausbaubeiträge auf uns zukommen werden“, so Dörksen, „die beiden Herren mussten passen.“ Das sei noch nicht berechnet worden. 

Anlieger müssen 85 Prozent tragen

Dörksen meint: „Die Rechnung geht für uns wohl kaum auf. Die Kirchengemeinde hat schließlich kein Geld zu verschenken.“

Da es sich bei der Sackgasse um eine Anliegerstraße handelt, kann die Stadt hier die höchsten Ausbaubeiträge erheben, nämlich 85 Prozent der Kosten. Für die Anlieger dürften dadurch, je nach Grundstücksgröße und Bebauung, mindestens vierstellige Summen zusammen kommen.  

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