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Segeberg Hamdorfer Wehr muss woanders neu bauen
Lokales Segeberg Hamdorfer Wehr muss woanders neu bauen
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10:02 27.08.2018
Das alte Feuerwehrhaus im Negernböteler Ortsteil Hamdorf kann nicht nach gesetzlichen Vorschriften erweitert werden. Quelle: Nadine Materne
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Hamdorf

Eigentlich braucht die Hamdorfer Ortswehr ein neues Löschfahrzeug. Und die Vorschrift der Feuerwehrunfallkasse laute: Bei Neuanschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs müsse auch das Gerätehaus den aktuellen Vorgaben entsprechen. Und diese Liste ist lang.

Parkplätze vorgeschrieben, obwohl fast alle zu Fuß kommen

„Das fängt bei Banalitäten wie Parkplätzen an“, sagt Timme. Für jeden Aktiven der Wehr müsste am Haus ein Parkplatz vorgehalten werden. Schon das wäre auf dem kleinen Grundstück am Hamdorfer Weg kaum möglich, zumal das Gebäude gleichzeitig Dorfhaus ist. „Dabei ist es auch egal, dass die Feuerwehrleute zu Fuß zum Feuerwehrhaus kommen.“ Duschen, nach Geschlechtern getrennt, müsste das neue Haus haben, Lagerräume, Schulungsraum, Wehrführerbüro.

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Im Grunde müsste das alte Haus abgerissen und neu gebaut werden. Das würde 1,1 Millionen Euro kosten. Dabei bliebe es aber nicht. „Da kann man noch ein Drittel der Kosten drauf rechnen“, glaubt Timme. „Und dann haben wir immer noch kein Feuerwehrauto.“

Feuerwehr würde zweigeteilt

Während der jüngsten Sitzung waren sich die Gemeindevertreter einig, dass Hamdorf trotzdem eine Feuerwehr haben soll. Möglich sei eine „Mini-Standardfeuerwehr“. In Richtung des Kreisels in Hamdorf hat die Gemeinde Land. Dort könnte ein kleines Gerätehaus stehen. Wehrführerbüro und Schulungsraum könnte man ins Dorfhaus auslagern. Abzüglich der Zuschüsse müsste Negernbötel 200000 Euro zahlen. Eine solche Förderung wäre beim Bau eines kombinierten Feuerwehr- und Dorfhaus nicht möglich, erklärt Timme.

Im Gremium sei der Tenor gewesen: Besser eine Mini-Wehr als keine. Parallel zum Neubau könnte sich die Wehr schon nach einem neuen Fahrzeug umschauen.

Von Nadine Materne

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