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Segeberg Weihnachtsmarkt am Kirchenbleeck kam an
Lokales Segeberg Weihnachtsmarkt am Kirchenbleeck kam an
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06:00 09.12.2013
Von Uwe Straehler-Pohl
Auch die türkische Gemeinde machte beim Weihnachtsmarkt mit: Fatma Uya, Cangul Yavuz, Nuray Uya, Suzan Algin und Dilek Agdan fanden guten Absatz für ihre türkischen Pizzen und Süßspeisen.
Bad Bramstedt

 „Der Markt ist großartig angenommen worden, wir hatten aber auch noch mal Glück mit dem Wetter“, sagte Bornhöft. Für beide steht fest: Im nächsten Jahr wird es wieder einen Weihnachtsmarkt geben.

 Pünktlich um 17 Uhr war am Freitag Eröffnung. Viele Menschen hatten sich zu diesem Zeitpunkt trotz des lausigen Wetters mit Schnee und eisigem Wind auf dem Kirchenbleeck eingefunden. Sturmtief „Xaver“ war zwar schon weitergezogen, hatte aber doch den Zeitplan etwas durcheinander gebracht. So konnte das Bühnenzelt erst am Sonnabendvormittag aufgestellt werden. Einige Konzerte wurden am Freitag gestrichen. Claus Bornhöft begrüßte anstatt von der Bühne die Menge vom Fenster der früheren Raiffeisenbank aus. Das Gebäude gehört seinem Bruder, Uwe Bornhöft, der dankenswerter Weise den leerstehenden Schalterraum für den Weihnachtsmarkt geöffnet hatte. Damit bot er auch vielen Standbetreibern ein schützendes Dach.

 Wegen des Sturmtiefs waren auch Schüler aus der polnischen Partnerstadt Drawsko Pomorskie gar nicht erst gekommen. Auch sie wollten mit einem Musikprogramm auftreten. Der Chor der Schön Klinik ließ sich dagegen nicht vom Wetter abhalten und brachte den Marktbesuchern auf dem Kirchenbleeck ein viel beachtetes Ständchen.

 Am Sonnabend drängelten sich die Besucher bereits nachmittags über den Markt und sorgten für guten Umsatz. Ähnlich sah es am Sonntag aus. Erstmals fand der Weihnachtsmarkt nicht am Rathaus oder am Schloss statt, sondern auf dem Kirchenbleeck. Der war dafür zwischen Kirchenkreuzung und Glückstädter Straße für den Autoverkehr voll gesperrt worden. Viele Besucher lobten den Umzug. Die Stände standen links und rechts am Straßenrand, wodurch eine echte Markt-Atmosphäre aufkam, die bisher meistens gefehlt hatte.

 Günter Pfeiffer bedankte sich ausdrücklich bei der Freiwilligen Feuerwehr, die die Holzbuden gezimmert hatte. Sie ersetzten die hässlichen Zelte und Plastikplanen der Vorjahre. Auch die beleuchteten Tannenbäume, die bereits schon seit Beginn der Adventszeit die Straße säumten, sorgten für eine heimelige Atmosphäre. Durch die Unterstützung von Baumpaten konnten sie aufgestellt werden.

 Anstatt professioneller Händler bestimmten Hobby-Kunsthandwerker das Bild, Vereine, Schulen, Kindergärten boten Weihnachtsartikel an. Das umfangreiche Musik- und Tanzprogramm auf der Bühne wurde zum Publikumsmagneten. Auch hier waren die örtlichen Vereine und Schulen eingebunden worden und die brachten immer gleich einen ganzen Pulk von Fans und Freunden mit.

 Claus Bornhöft sagte: „Im nächsten Jahr sollte ein gemeinnütziger Verein die Organisation übernehmen. Der kann dann Spendenbescheinigungen fürs Finanzamt ausstellen, zum Beispiel für die Baumpatenschaften.“ Fürs nächste Jahr haben bei Bornhöft und Pfeiffer schon jetzt eine Reihe von Standbetreibern ankündigt, wieder mitzumachen. Zufrieden sind die beiden Organisatoren noch aus einem anderen wichtigen Grund: „Die Kasse stimmt“, bekundeten sie. Das war in den Vorjahren nicht der Fall, weshalb es den Weihnachtsmarkt auch fast nicht mehr gegeben hätte.