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Segeberg Weiterer Coronavirus-Fall bestätigt
Lokales Segeberg Weiterer Coronavirus-Fall bestätigt
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17:14 05.03.2020
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Im Kreis Segeberg gibt es einen weiteren Coronavirus-Fall. Quelle: pixabay
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Kreis Segeberg

Im Kreis Segeberg ist der zweite Coronavirus-Fall klinisch bestätigt worden. Die Person ist seit Tagen von der Öffentlichkeit isoliert, da sie vorsorglich unter Quarantäne gestellt wurde. Wie der Kreis Segeberg mitteilte, klagt die Person derzeit nur über gelegentlichem Husten.

Ob es sich um einen Mann oder Frau handelt, ist nicht bekannt. Ebenso unklar ist, wo die Person wohnt und wie sie sich infiziert hat. Dazu wollte sich der Kreis in einer ersten Meldung nicht äußern.

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Kreis verzichtet auf Ermittlung von Kontaktpersonen

Weil die Person seit mehreren Tagen keinen Kontakt zur Öffentlichkeit gehabt, entfällt die Ermittlung von Kontaktpersonen, sagt Kreispressesprecherin Sabrina Müller. Warum die Person bereits unter Quarantäne stand, will sie nicht sagen.

Üblicherweise werden Menschen erst dann bei Ärzten auf das Coronavirus getestet, wenn es Krankheitssymptome gibt.

Rätsel, warum Person unter Quarantäne stand

Müller nennt ganz allgemein mögliche Gründe. Vielleicht sei die Person aus einem anderen, Corona-belasteten Land eingereist. Oder sei aus Karnevalshochburgen gekommen, in denen viele Fälle aufgetreten waren. Oder sie zähle zu den Kontaktpersonen eines Covid-19-Erkrankten. 

Dies könnte theoretisch der erste Segeberger Coronavirus-Fall sein, ein Arzt aus Henstedt-Ulzburg. Es war der erste Fall von mittlerweile sieben in Schleswig-Holstein. Hierbei handelte es sich um einen Mann aus Henstedt-Ulzburg, der am Uniklinikum Eppendorf in Hamburg als Arzt arbeitet.

Weiterer Coronavirus-Fall im Kreis Dithmarschen

Auch der Kreis Dithmarschen informierte am Donnerstag über einen bestätigten Coronavirus-Fall. Eine Kinderkrankenschwester der Westküstenkliniken in Heide habe sich mit dem Virus infiziert. Die Schwester sei zuletzt am 23. Februar auf der Kinderintensivstation eingesetzt gewesen.

Die Frau besuchte einen Tag später mit einer Kollegin den Kölner Karneval und war danach nicht mehr im Dienst.

Neue Coronavirus-Fälle auch in Hamburg

Auch von den neu infizierten Hamburgern hielt sich eine Person in Nordrhein-Westfalen auf, die anderen beiden in einem Risikogebiet in Italien. Nähere Angaben zu den Betroffenen wollte die Gesundheitsbehörde nicht machen. Die Lage in der Hansestadt habe sich nicht verändert. „Nach wie vor gibt es in Hamburg keine Infektionsketten in der Bevölkerung“, erklärte die Gesundheitsbehörde.

Keine Katastrophenlage durch Coronavirus

Die Ausbreitung des Coronavirus hat nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe noch nicht zu einer Katastrophenlage geführt. „Bei Corona sprechen wir noch nicht von Katastrophe, ausdrücklich und ganz bewusst nicht. Es ist im Moment noch eine Lage der Gesundheitsverwaltung“, sagte der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unger, in Hamburg.

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